Erneutes Finanztheater in Kassel.
Foto: Diekmann
Es scheint, als würde das fast schon zur Tradition gewordene Kasseler Sommertheater diesmal bereits Mitte März beginnen: Am Montag ist bekannt beworden, dass die Huskies ihrem Sportlichen Leiter Daniel Lammel fristlos gekündigt haben. Das hat Stefan Traut, Geschäfsführer der Eissporthallenbetreiber-Gesellschaft gegenüber der Tageszeitung HNA bestätigt.
Hintergrund der Trennung ist ein Vorfall vom Wochenende. Da hatte ie Kasseler Eissporthallenbetreiber-Gesellschaft (KEBG) Sportdirektor Daniel Lammel die Etatzahlen für die nächste Saison mitgeteilt und dieser hat über diverse Medien umgehend Stimmung gemacht.
Laut Berechnung von Lammel bleibt nach Abzug der Kosten für die bestehenden fünf Verträge, Ausrüstung, Fahrten, etc. null Handlungsspielraum. "Ich habe versucht, das Gespräch zu suchen. Dieser Versuch ist ins Off gelaufen", so Lammel, der "sehr, sehr enttäuscht" auf das Verhalten der Geschäftsführung reagierte.
"Es kann doch nicht sein, dass wir im Zuschauerranking auf Platz 74 in Europa stehen und keinen Oberliga-Etat hinbekommen." Ob die KEBG Planungen hat, die in eine andere Richtung gehen - etwa die Ämter Trainer und Sportdirektor in Personalunion zu vergeben - wird die Reaktion auf Lammels Vorstoß zeigen.
Dazu passen Gerüchte, dass die Geschäftsführung Bartman nahegelegt habe, das Vertrags-Angebot aus Schwenningen anzunehmen. Der Trainer der Huskies scheiterte mit seinem Team in der Oberliga-Endrunde gegen das Ost-Team aus Halle.
Jetzt haben die Verantwortlichen offenbar die Notbremse gezogen und Daniel Lammel fristlos gekündigt. Fortsetzung des Sommertheaters folgt.
Carina Mihr/Sebastian Groß