Franz Steer
Foto: Gerleigner
Wie geht es weiter bei den Hannover Indians? Erste Gespräche mit Gläubigern brachten durchaus positive Erkenntnisse und so scheint es derzeit auch nicht ausgeschlossen, dass der Insolvenzantrag binnen der Frist von 14 Tagen zurückgenommen werden kann. Mit offiziellen Aussagen halten sich die Verantwortlichen zunächst einmal aber zurück.
Klar ist aber: Es bleibt so oder so dabei, dass die Hannover Indians weder Playoffs noch Playdowns spielen können. Das hat ESBG-Geschäftsführer Alexander Jäger auf Nachfrage noch einmal bestätigt. "Das wurde auch mit den Indians-Verantwortlichen so abgesprochen", sagt Jäger. Dies hat auch praktische Gründe, könnte doch sonst zukünftig jeder Club während der Saison mittels Insolvenz Druck auf die Gläubiger ausüben und bei einer geglückten Rettung dann schuldenfrei in den Playoffs antreten. Allerdings: Die Durchführungsbestimmungen sind wieder einmal so formuliert, dass es rechtlich durchaus Lücken gibt. Am Ende könnte es deshalb bei einer Rettung der Indians und einer Rücknahme des Insolvenzantrags sein, dass die Hannoveraner in der kommenden Saison auch ohne Playdowns eine Spielberechtigung für die 2. Bundesliga erhalten.
Rosenheims Trainer Franz Steer, als Mann der klaren Worte bekannt, hat ohnehin mal wieder seine eigene Meinung zu den Vorgängen am Pferdeturm und hielt gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt damit nicht hinter dem Berg: "Gut, dass mich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel am Sonntag in Hannover niemand nach der Insolvenz gefragt hat. Denen hätte ich ein paar Takte gesagt. Das ist Betrug am Fan! Die hauen seit Jahren Geld raus, das sie nicht haben!"
Tobias Welck