Frankfurts Goalie Björn Linda hebt nach dem Sieg über Kassel ab.
Foto: Hübner
Mit Bildergalerie: Wie erwartet sind die Löwen Frankfurt auch in der West-Endrunde das Maß aller Dinge. Mit fünf Siegen aus fünf Spielen ziehen die Hessen an der Tabellenspitze weiter einsam ihre Kreise. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung bereits jetzt auf den Zweiten Hamm, sechs Zähler auf die Kassel Huskies auf Rang drei. Beide Teams mussten sich den Löwen am Wochenende geschlagen geben. Eishockey NEWS blickt zurück:
Besser als eine klare Nummer eins: Wer ist eigentlich die Nummer Eins im Tor der Löwen Frankfurt? Das fragen sich häufig Fans und Zuschauer bei den Spielen der Löwen Frankfurt in der Oberliga West. Darauf hat auch Löwen-Trainer Tim Kehler keine Antwort: "Wir haben zwei starke Goalies, sodass ich jedem der beiden jederzeit uneingeschränkt mein Vertrauen schenken kann." Das ist ein Luxus für die Oberliga und mit ein Grund, wieso die Frankfurter in dieser Saison noch immer ungeschlagen sind. Beim Hessenderby am Freitag gegen Kassel absolvierte Björn Linda sein bisher bestes Saisonspiel und hielt den 2:1-Derbyerfolg fest. Am Sonntag beim Spitzenspiel in Hamm raubte Braeden Johnson den Eisbären-Stürmern den Nerv und ließ nur einen Gegentreffer beim Tabellenzweiten zu. Doch wo liegt das Geheimnis der starken Löwen-Goalies? Vielleicht darin: Der Finne Mika Tarvainen, unter anderem auch für die Keeper der Kölner Haie zuständig, weilte bereits zum zweiten Mal auf Vermittlung von Lance Nethery in der Mainmetropole und schulte tageweise das Löwen-Duo zwischen den Pfosten. "Beide Jungs sind extrem ehrgeizig und wissensdurstig, nehmen gerne Ratschläge zur Verbesserung ihres Torwart-Spiels an", erklärt der Lehrmeister der NHL-Legende Miikka Kiprusoff. Die komplette Story zum Top-Duo im Löwen-Tor finden Sie in der aktuellen Print-Ausgabe der Eishockey NEWS.
Trotz weiter ungeklärter Stadionfrage ist Kassel zu Hause eine Macht: Drei Heimsiege, zwei Auswärtsniederlagen - das ist die Bilanz der Kassel Huskies in der West-Endrunde. Nach schwachem Start zeigte die Formkurve trotz der Derbyniederlage zuletzt wieder nach oben. "Die Mannschaft ist auf einem guten Weg", lobte Trainer Jürgen Rumrich. In der eigenen Halle schossen die Huskies zuletzt je sechs Tore gegen Duisburg und Herne, das macht Hoffnung für die Zukunft. Doch diese ist bei den Schlittenhunden weiter von der Hallenfrage überschattet. "Same procedure as every year", sagt KEBG-Geschäftsführer Stefan Traut dazu mit Galgenhumor. Auch den Gerüchten, nach denen einzelne Spieler kein Gehalt mehr bekommen hätten, erteilte Traut eine Absage. "Jeder hat sein Geld bekommen. Bis jetzt ist alles im grünen Bereich." Dieses "bis jetzt" sagt aber eigentlich schon alles aus über die weiterhin unklare Zukunft der Schlittenhunde. Weitere Hintergründe zur aktuellen Situation in Kassel und ein Interview mit Verteidiger Alexander Engel finden Sie in der aktuellen Print-Ausgabe der Eishockey NEWS.
EVD-Torjäger Paul taut wieder auf: Duisburgs US-Amerikaner Jack Paul kommt in der Endrunde wieder in Fahrt. Nach starkem Saisonstart rostete der Angreifer in der Hauptrunde ein, aber jetzt ist der 25-Jährige wieder voll da. Mit vier Toren und zwei Vorlagen aus fünf Einsätzen reiht sich Paul unter den besten Scorern der West-Endrunde ein. Beim 3:2-Erfolg nach Penalty-Schießen über Hamm am Freitag war er an allen Toren beteiligt, den entscheidenden Penalty verwandelte er selbst.
Sebastian Groß