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Artikel vom Mittwoch, 8. November 2017

Rückkehrer im Interview

Tim Miller erlebte ein gelungenes Deutschland-Comeback – Deutscher Pass als Türöffner

Tim Miller (hinten im dunklen Trikot) ist nach Deutschland zurückgekehrt und feierte einen gelungenen Einstand.
Foto: City-Press

Tim Miller ist der neueste Löwe im Dresdner Rudel und könnte ein echter Brüller werden. Der US-Amerikaner mit deutschem Pass wechselte jüngst zu dem Team, gegen das er 2016 sein damals letztes DEL2-Spiel in den Playoffs bestritt und verlor. Miller spricht über die Gründe seines Wechsels, sein Image und die familiäre Verbindung nach Deutschland.

Herr Miller, nach einer Saison in der DEL waren Sie zuletzt vertragslos. Wie kam der Kontakt nach Dresden zustande und was hat für Sie den Ausschlag gegeben, bei den Eislöwen zu unterschreiben?

Tim Miller: "Ich habe vor einem Monat meine Agentur gewechselt und mir dadurch neue Möglichkeiten erhofft. Letztlich habe ich mich für die wichtige Spielpraxis entschieden und dabei auch in Kauf genommen, wieder eine Liga tiefer zu gehen."

Sie sind seit gut einer Woche in Dresden. Hinter Ihnen liegt eine stressige Zeit mit einer langen Anreise, diversen Medizinchecks, Wohnungseinrichtung und Training. Wie wurden Sie vom Team aufgenommen und konnten Sie sich schon etwas akklimatisieren?
Miller: "Es war eine geschäftige Woche. Daher hatte ich noch nicht so viele Gelegenheiten, meine Teamkollegen kennenzulernen. Ich fühle mich aber wohl mit den Jungs. Speziell meine Reihenkollegen haben mir sehr geholfen und der Trainer hat mich gut eingestellt."

Ihr Debüt verlief trotz der Probleme mit dem ersten Assist, dem ersten Tor und einem hohen ersten Sieg gegen Frankfurt sehr erfolgreich. Was halten Sie von Ihrem neuen Team und wie lange wird es dauern, in Saison-Form zu kommen?
Miller: "Ich denke, dass ich nach den nächsten zwei Spielen zumindest in der Form sein werde, in der ich mich auf dem Eis wohlfühle. Die Liga-Pause kommt mir auch entgegen, um Trainingsrückstand aufholen und das System besser verinnerlichen zu können. Was das Team angeht, so kann ich nach einem Spiel noch keine endgültige Aussage treffen, aber wir haben den amtierenden Meister klar geschlagen und daher glaube ich, dass wir ein Wörtchen mitreden können."

Sie haben deutsche Vorfahren und besitzen einen deutschen Pass. Welche Rolle spielt Deutschland in Ihrem Leben, wie kam es zum deutschen Pass und würden Sie ihn als eine Art Türöffner bezeichnen?

Miller: "Natürlich ist der Pass sehr positiv und wertvoll für mich, besonders in der DEL2. Und ich verstehe auch die Wichtigkeit solch strenger Ausländer-Kontingente für das deutsche Eishockey und den Nachwuchs. Was meine Familie angeht, so hat mein Großvater, genau wie mein Vater, der in Rüsselsheim geboren und aufgewachsen ist, lange Zeit hier gelebt. Der deutsche Pass war damals für mich eine extra Motivation, nach Bremerhaven zu wechseln. Was die Beziehung zu Deutschland angeht, sagte mein Vater 2014, dass mein Opa jetzt mit einem Lächeln aus dem Himmel auf mich herunterschaut, da ich in Deutschland Eishockey spiele, den deutschen Pass besitze und Deutschland auch noch den Fußball-WM-Titel errungen hat. Ich liebe es, hier zu sein und habe zuletzt auch den Sommer hier verbracht."

Interview: Martin Hentschel


Das komplette Interview lesen Sie in unserer Printausgabe.


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