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Artikel vom Dienstag, 3. Oktober 2017

Der 9. DEL-Spieltag am Dienstag

Augsburg bleibt in der Mini-Krise, Ingolstadt lässt Schlusslicht Iserlohn keine Chance, Ice Tigers wieder an der Spitze

Will Acton (li./im Zweikampf mit Christian Kretschmann) und den Wild Wings gelang in Augsburg ein fulminantes Comeback.
Foto: imago

Die Augsburger Panther befinden sich weiter in einer Mini-Krise: Beim 3:5 gegen die Schwenninger Wild Wings setzte es für das Team von Coach Mike Stewart am Dienstag trotz einer zwischenzeitlichen 3:0-Führung die vierte Niederlage in Serie. Während die Iserlohn Roosters nach einer bitteren 0:5-Pleite beim ERC Ingolstadt Tabellenletzter bleiben, eroberte Nürnberg durch ein denkbar knappes 5:4 über Bremerhaven die Tabellenführung zurück. Mann des Tages auf Seiten der Franken war Stürmer Leonhard Pföderl, der zwei Treffer zum Erfolg beisteuerte. Auf Platz zwei schoben sich derweil die Eisbären Berlin, die einen 4:2-Sieg in Düsseldorf feiern konnten.

In Augsburg hatte der Nachmittag für die Gastgeber eigentlich glänzend begonnen. Schon im zweiten Überzahlspiel schlugen die Fuggerstädter in ihrer Paradedisziplin zu. Offensiv-Verteidiger Mark Cundari zog ab und Thomas Holzmann hielt die Kelle rein - 1:0 (12.). Michael Davies erhöhte kurz nach Beginn des Mittelabschnitts per Abstauber auf 2:0 und legte dann im nächsten Überzahlspiel auch gleich selbst das 3:0 nach (34.). Schwenningen gab sich aber nicht auf und kam durch Will Acton und Andreé Hult (35./39.) auf 2:3 heran. Und tatsächlich gelang den Wild Wings zu Beginn des Schlussdrittels sogar der Ausgleich durch Anthony Rech (41.). Das Match kippte nun vollends: Mit seinem zweiten Tor des Tages gelang Hult in der 48. Minute die erstmalige Gäste-Führung. Der AEV rannte an, aber Will Acton sorgte mit einem Schuss ins leere Tor für die Entscheidung (60.).

Der 9. Spieltag in der Statistik (4 Einträge)

      


Brandon Buck brachte die Ingolstädter in Front, Thomas Greilinger - sonst selbst Torjäger vom Dienst - lieferte die Vorbereitung (16.). Für Mathias Lange, der den am Knie verletzten Sebastian Dahm im Iserlohner Kasten vertrat, kam es noch schlimmer: 29 Sekunden waren im zweiten Abschnitt gespielt, da musste der 32-Jährige erneut hinter sich greifen. Diesmal lief es andersherum - Greilinger vollstreckte nach Vorlage von Buck. Das 3:0 von Kael Mouillierat eine Minute später war schon so etwas wie die Vorentscheidung und Sean Sullivans Treffer zum 4:0 (34.) begrub wohl auch die letzten Roosters-Hoffnungen auf ein Comeback. John Laliberte markierte im letzten Drittel dann den 5:0-Endstand (57.).

Furios starteten die Thomas Sabo Ice Tigers in ihr Heimspiel gegen die Fischtwon Pinguins Bremerhaven. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden legten die Hausherren einen Start nach Maß hin - Dane Fox und Taylor Aronson waren die Torschützen (5.). Jordan Owens verkürzte zwar für Bremerhaven (12.), doch Leonhard Pföderl konterte kurz darauf mit dem dritten Tigers-Treffer (13.). Im zweiten Abschnitt trumpften dann allerdings die Gäste aus dem Norden auf - erst gelang Chad Nehring das 2:3 (31.), dann stellte Cory Quirk mit seinem Treffer zum 3:3 alles wieder auf "Null". Zum Start des Schlussdrittels legten die Franken wieder vor, Philippe Dupuis markierte das 4:3 (41.). Entschieden war damit aber noch nichts, denn Jan Urbas konnte abermals ausgleichen (43.). Auf das Nürnberger 5:4 durch Pföderl (57.) fanden die zuletzt so auswärtsstarken Pinguins aber keine Antwort mehr.

In Düsseldorf musste Stammtorwart Mathias Niederberger kurzfristig passen, für ihn rückte der junge Timo Herden in den DEG-Kasten. Bereits nach fünf Minuten war der 22-Jährige geschlagen, als ihm ein Schuss von Eisbär Mark Olver an der kurzen Ecke durchrutschte. Die Mannen von Uwe Krupp waren mit der Führung im Rücken zunächst stärker, doch kurz vor Drittelende durften die heimischen Fans doch noch jubeln: Nach starkem Pass von Manuel Strodel tauchte John Henrion vor dem Berliner Tor auf und netzte zum 1:1-Ausgleich ein (20.). Im Powerplay konnte Berlin dann die Führung zurückerobern. Nach einem eher harmlosen Schuss von der blauen Linie war Torjäger Nicholas Petersen wohl irgendwie noch an der Schreibe, die schließlich an Herden vorbei ins Tor sprang (26.). Düsseldorf hatte per Penalty die Chance zum Ausgleich, Darryl Boyce schlenzte den Puck aber am Tor vorbei. Fast im Gegenzug fälschte James Sheppard vor dem Kasten zum 3:1 für die Berliner ab (31.). John Henrion brachte Düsseldorf mit seinem zweiten Treffer noch einmal ins Match zurück (45.), Martin Buchwieser machte mit einer schönen Einzelaktion zum 4:2 aber alles klar (53.).

André Schall


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