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Artikel vom Donnerstag, 30. März 2017

Vor den DEL-Halbfinals am Freitag

München erwartet völlig neues Spiel in Berlin, Nürnberg kämpft gegen den Wolfsburg-Fluch

Kann Berlin am Freitag München stoppen?
Foto: City-Press

Mit dem Rücken zur Wand stehen Berlin und Nürnberg am Freitag in den vierten Spielen der DEL-Halbfinalserien noch nicht. 1:2 liegen Eisbären und Ice Tigers nach Partien gerade einmal in Rückstand. Eine weitere Niederlage könnte beide Mannschaften jedoch in eine Position bringen, die in der Liga-Historie fast immer das Aus bedeutete. Bislang kam nur ein Club in einer Best-of-seven-Serie noch weiter, nachdem man 1:3 ins Hintertreffen geraten war - Frankfurt 2008 im Viertelfinale gegen Iserlohn. "Klar haben wir den Druck, gewinnen zu müssen. Sonst wird es schwer für uns", sagt Eisbären-Stürmer Marcel Noebels.

Bei der 1:5-Schlappe am Dienstag in München machte sich bei Berlin zum ersten Mal auch das immense Pensum der vergangenen Playoff-Wochen (zwölf Spiele, dreimal zweite oder dritte Verlängerung) bemerkbar. Als "unser schlechtestes in den Playoffs" bezeichnete Center Darin Olver den Auftritt. München sei "total überlegen" gewesen, was neben dem Resultat auch die Torschussstatistik (54:21) untermauerte. Olver gestand auch: "Man hat zuletzt gesehen, welche Mannschaft deutlich mehr Spiele gemacht hat. Wir waren körperlich und mental erschöpft."

Der Titelverteidiger will dagegen in Berlin (live bei Sport1) da weitermachen, wo man vor eigenem Publikum aufgehört hat. "Der große Unterschied zu den beiden ersten Spielen war, dass wir unsere Torchancen besser genutzt haben. Wir haben eine gute Mannschaft, die das Potenzial hat, in jedem Spiel viele Tore zu erzielen", sagt Kapitän Michael Wolf. Verteidiger Matt Smaby warnt aber vor den Eisbären. "In Berlin kommt ein völlig neues Spiel auf uns zu", orakelt der Hüne und erhält Zustimmung von Brooks Macek. Der Stürmer erklärt: "Berlin wird stark aus der Kabine kommen, sie werden auf jeden Fall bereit sein. Sie sind ein gutes Team und spielen zudem vor heimischem Publikum. Wir wissen, dass sie da besonders stark sind." Vor der 1:2-Niederlage in Spiel 2 der Serie gegen München hatten die Eisbären in Haupt- und Endrunde acht Partien nacheinander auf eigenem Eis gewonnen.

Bot Spiel 3 zwischen München und Berlin keine Dramatik, war das am Mittwoch zwischen Nürnberg und Wolfsburg ganz anders. Mit einer 3:1-Führung gingen die Ice Tigers ins letzte Drittel, verloren aber am Ende, weil Gerrit Fauser 55 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit einem Hammer unter die Latte ausglich und Tyler Haskins nach 16:42 Minuten der Verlängerung einen Abspielfehler von Brandon Prust in der eigenen Zone mit dem Siegtor der Grizzlys bestrafte. "Wir sind ein bisschen enttäuscht über ein paar Tore, die wir abgegeben haben. Darüber werden wir sprechen", sagte Nürnbergs Trainer Rob Wilson. Und fügte kämpferisch an: "Es war von Anfang an klar, dass es eine lange Serie werden wird."

Dafür benötigen die Franken nun aber einen Sieg in Wolfsburg. Die bisherige Playoff-Bilanz der Ice Tigers in Wolfsburg: Sieben Spiele, nur ein Sieg. Überhaupt scheinen sich die Grizzlys neben Mannheim zum Endrunden-Albtraum für Nürnberg aufzuschwingen. Gegen die Adler verloren die Ice Tigers in der DEL-Geschichte alle acht Playoff-Serien, nun droht gegen Wolfsburg im vierten Aufeinandertreffen das vierte Aus in den vergangenen fünf Jahren. Grizzlys-Trainer Pavel Gross freute sich über das Comeback seiner Mannschaft, die schon in Spiel 2 spät das Siegtor erzielt hatte, dabei aber eine 3:0-Führung aus der Hand gegeben hatte. Er meinte: "Eine deutliche Führung sagt nichts aus, da wird bis zur letzten Minute gekämpft." Spielbeginn bei beiden Partien ist am Freitag um 19.30 Uhr.

WIE GEHEN DIE SPIELE AUS? STIMMEN SIE AB!

Berlin - München: Wer gewinnt?

 

Wolfsburg - Nürnberg: Wer gewinnt?

 

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