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Artikel vom Sonntag, 24. September 2017

Der 6. DEL-Spieltag vom Sonntag

Nürnberg trotz Niederlage zurück an der Spitze, Schymainski-Hattrick im Straßenbahn-Derby, München schlägt Berlin

Red Bull München (hier Kahun im dunklen Trikot) gewann am Sonntag das Spitzenspiel gegen Berlin mit 4:2. Foto: imago

Die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg haben sich am 6. DEL-Spieltag am Sonntag die Tabellenführung zurückerobert - und das trotz der zweiten Niederlage in Folge: Die Franken unterlagen den Adlern aus Mannheim auf eigenem Eis mit 1:2 nach Penalty-Schießen. Die 5.056 Zuschauer in der Arena Nürnberger Versicherungen sahen dabei einen wahren Eishockeykrimi, denn erst in der neunten (!) Runde des Shootouts verwandelte Brent Raedeke den entscheidenden Penalty für die Adler. Zuvor hatten die beiden Goalies Niklas Treutle (Nürnberg) und Dennis Endras (Mannheim) bärenstarke Leistungen abgeliefert und waren in der regulären Spielzeit lediglich von Youngster Phil Hungerecker, der Mannheim mit seinem ersten DEL-Treffer mit 1:0 in Führung brachte (11.) sowie Taylor Aronson für Nürnberg (28.) bezwungen worden. Für die Adler war es der erste Sieg nach zuvor drei Niederlagen in Serie.

Dass es für Nürnberg trotz der Shootout-Niederlage zur Rückkehr an die Tabellenspitze reichte, lag indes daran, dass die vor dem Spieltag mit den Ice Tigers punktgleichen Augsburger Panther und Eisbären Berlin beide komplett leer ausgingen. Die Panther unterlagen bei den Kölner Haien trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung am Ende mit 3:6. Erfolgreichster Punktesammler der Hausherren war dabei Angreifer Ryan Jones, der zwei Tore - darunter das vorentscheidende 5:2 gut neun Minuten vor der Schlusssirene in Unterzahl - sowie eine Vorlage verbuchen konnte.

Berlin verlor unterdessen das Spitzenspiel bei Titelverteidiger EHC Red Bull München, der vor allem in den ersten 40 Minuten teilweise meisterlich aufspielte. Die Oberbayern haben durch den Dreier nun 12 Punkte auf dem Konto und somit nach sechs Spieltagen zur Spitzengruppe aufgeschlossen. Vor 3.750 Zuschauern legte München den Grundstein zum Sieg im Mitteldrittel: Nach dem Zwischenstand von 2:1 bauten Jaffray und Christensen die Führung auf 4:1 aus. Im Schlussdrittel kamen die Gäste aus Berlin durch Parlett lediglich noch auf 2:4 heran.

Die Spiele vom Sonntag im Stenogramm (7 Einträge)

      


Ebenfalls mit 4:2 setzten sich die Krefeld Pinguine auf heimischem Eis in einem Straßenbahn-Derby mit lediglich zwei (!) Strafminuten gegen die Düsseldorfer EG durch. Die DEG, bei der Backup Timo Herden im Tor debütierte, führte dabei durch Tore von Spencer Machacek (5.) und Maximilian Kammerer (32.) bereits mit 2:0, doch mit drei Treffern bogen die Gastgeber die Partie vor etwas mehr als 5.500 Zuschauern noch um. Zum Matchwinner für die Pinguine wurde dabei Martin Schymainski, dem ein Hattrick gelang.

Einen deutlichen Erfolg tütete derweil der ERC Ingolstadt ein: Bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven, in der abgelaufenen Saison noch Schanzer-Schreck in der ersten Playoff-Runde, siegten die Oberbayern vor nur 3.672 Zuschauern deutlich mit 5:1. Darin Olver, der die Mannschaft von Trainer Tommy Samuelsson mit zwei schnellen Toren (4., 9.) auf die Siegerstraße brachte, sowie Routinier Thomas Greilinger trafen dabei jeweils doppelt für die Panther, für die es der bereits dritte Sieg in Folge war und die als Tabellensechster nun nur noch zwei Punkte hinter Tabellenführer Nürnberg liegen.

Ein hart umkämpftes Match sahen lediglich 2.771 Zuschauer in Schwenningen, wo die Gastgeber durch einen Doppelschlag gegen Ende des ersten Drittels mit 2:0 in Führung gingen. Die Gäste aus Straubing kämpften sich danach und auch im weiteren Spielverlauf immer wieder heran, brachten sich letztlich aber selbst um einen möglichen Teilerfolg, weil sie viel zu viele Strafzeiten kassierten. Allein bei drei Situationen hatten die Niederbayern gleich zwei Mann weniger auf dem Eis. So auch kurz vor Schluss, als Schwenningens Top-Stürmer Acton in doppelter Überzahl das 5:3 gelang.

Im Abendspiel landeten die Grizzlys Wolfsburg, die schwach in die Saison gestartet waren, den zweiten Heimsieg. Gegen die Iserlohn Roosters setzten sich die Niedersachsen nach hartem Kampf dank dreier Tore im Schlussdrittel mit 5:3 durch und haben damit den Anschluss an das Mittelfeld hergestellt. Iserlohn hingegen bleibt mit vier Punkten am Tabellenende.


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