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Artikel vom Freitag, 3. November 2017

Die DEL2 vom Freitagabend

Bietigheim gewinnt Top-Spiel gegen Frankfurt, Befreiungsschlag für Heilbronn, klare Heimpleite für Dresden

Die Bietigheim Steelers mit den Flügelstürmern Tyler McNeely (vorne links) und Shawn Weller gewannen den Kracher gegen Titelverteidiger Löwen Frankfurt (hier Verteidiger Mike Card) auf heimischem Eis knapp mit 3:2.
Foto: imago

Der vorletzte Spieltag in der DEL2 vor der Deutschland-Cup-Pause hatte einiges zu bieten. Das Gigantenduell zwischen Bietigheim und Frankfurt entschieden die Steelers für sich. Überraschend deutlich gewannen die Kassel Huskies in Dresden, während Ravensburg in eigener Halle den SC Riessersee besiegen konnte. Den ersten Sieg nach der regulären Spielzeit holten sich die Heilbronner Falken beim 7:3 gegen den EC Bad Nauheim.

Die Bietigheim Steelers führten nach dem ersten Drittel mit 1:0, weil Matt McKnight in Überzahl mit einem schönen Handgelenkschuss Florian Proske im Tor der Löwen überwinden konnte. Zu Beginn des Mitteldrittels spielten die Löwen gleich mit zwei Mann mehr und diesen numerischen Vorteil nutzte Wade MacLeod zum Ausgleich. Der gleiche Spieler war auch 89 Sekunden später zur Stelle und es stand 2:1 für die Löwen. Mit diesem Zwischenstand ging es in das letzte Drittel, in dem die Steelers das Topspiel noch drehten. Kodi Schwarz und Norman Hauner sorgten mit einem Doppelschlag für den Sieg des Tabellenführers und ausgelasene Stimmung bei über 3.000 Zuschauern.

Vor drei Tagen hatte Kaufbeuren die Lausitzer Füchse mit 7:1 besiegt. Und auch beim Rückspiel lagen die Joker schnell in Front durch Sami Blomqvist. Die Führung hielt aber nur 36 Sekunden, dann glich Andre Mücke für Weißwasser aus. Kurz vor dem Drittelende traf Viktor Lennartsson in Überzahl und schoss die Gastgeber so in Front. Kaufbeuren blieb aber gefährlich und erzielte durch Joona Karevaara das 2:2, dem aber Roberto Geiseler noch im Mitteldrittel die erneute Führung für Weißwasser folgen ließ. In dem ausgeglichenen Spiel erzielte Charlie Sarault in Überzahl den Ausgleich und sorgte dafür, dass die Partie in die Verlängerung ging. In dieser war es Erik Hoffmann, dem der Siegtreffer für Weißwasser gelang.

Ein überraschend deutliche Heimniederlage kassierten die Dresdner Eislöwen gegen die Kassel Huskies. Nach 20 Minuten sah es noch recht ausgeglichen aus, obwohl auch hier die Nordhessen schon mit 2:1 führten. In Überzahl baute Braden Pimm die Führung der Huskies auf 3:1 aus und sorgte für eine Vorentscheidung. Im letzten Drittel brachen aber alle Dämme. Mit vier weiteren Toren bauten die Huskies ihren Vorsprung auf 7:1 aus. Dank dieses Erfolges haben die Nordhessen Dresden in der Tabelle überholt.

Die Statistik der Spiele in der DEL2 (7 Einträge)

      


Spannend ging es in Bad Tölz zu: Nach zwei Dritteln hatte beide Teams je ein Mal getroffen und so musste die Entscheidung in den letzten 20 Minuten fallen. Vor 1.730 Zuschauern waren die Eispiraten Crimmitschau am Ende der verdiente Sieger, weil Christoph Kabitzky und Patrick Pohl ihre Chancen konsequent nutzten. Der Anschlusstreffer durch Andreas Schwarz kam zu spät für die Tölzer Löwen und die so eine bittere 2:3-Heimniederlage kassierten.

Die Krise in Heilbronn schien sich nach dem ersten Drittel und einem 0:2-Rückstand gegen den EC Bad Nauheim zuzuspitzen. Dann aber gelang den Falken der Befreiungsschlag und der erste Sieg nach der regulären Spielzeit. Kevin Lavallée und Marcus Götz mit einem verwandelten Penalty schafften den Ausgleich, ehe Dennis Reimer in seinem ersten Spiel für Bad Nauheim das 3:2 gelang. Aber auch von diesem neuerlichen Rückschlag ließ sich Heilbronn nicht beirren und so glich man noch im Mitteldrittel aus. Im Schlussdrittel führte ein Doppelschlag binnen 30 Sekunden von Stephan Kronthaler und Kyle Helms die Falken auf die Siegerstraße. Ein weiterer Doppelschlag sechs Minuten vor dem Ende sicherte endgültig den lang ersehnten ersten dreier.

In Ravensburg begeisterten die Towerstars die 2.881 Zuschauer. Nicht einmal die Hälfte der Spielzeit war absolviert und die Gastgeber führten nach Treffern von Vincenz Mayer, Marc Schmidpeter und Daniel Pfaffengut mit 3:0. David Zucker gelang im Mitteldrittel noch das 4:0 und die Vorentscheidung war gefallen. Riessersee betrieb in den letzten 20 Minuten zumindest Ergebniskorrektur und verkürzte auf 2:4. Am hochverdienten Heimsieg für die Towerstars änderten die beiden Treffer aber nichts, zumal Brian Roloff noch den Schlusspunkt setzte mit dem 5:2-Treffer.

Solche Geschichten schreibt nur der Sport. Ausgerechnet Roman Tománek brachte die Bayreuth Tigers gegen seinen Ex-Klub EHC Freiburg in Führung. Zu Beginn des 2. Drittels glichen die Breisgauer durch Jakub Babka aus, ehe die Tigers ins Rollen kamen. Luca Gläser, Sebastian Busch, Andreas Geigenmüller und Jozef Potac schraubten mit ihren Toren das Ergebnis auf 5:1 in die Höhe und für gute Laune bei 1.664 Zuschauern.


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