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Artikel vom Sonntag, 12. November 2017

Interview nach dem Abschied aus Bad Nauheim

Alex Trivellato: "Ich bin bekennender Langschläfer, aber mittlerweile zum Frühaufsteher mutiert"

Alex Trivellato.
Foto: Hübner

Alex Trivellato ist italienischer Nationalspieler und spielt mittlerweile seit acht Jahren in Deutschland. Seit 2015 besitzt er auch einen deutschen Pass. Über die DEL-Stationen Berlin und Schwenningen (je zwei Spielzeiten) landete der Verteidiger in Bad Nauheim, ließ sich allerdings eine DEL-Ausstiegsklausel in seinen Vertrag schreiben. Von dieser machte der 24-Jährige nun Gebrauch und schließt sich den Krefeld Pinguinen an.

Herr Trivellato, bereits mit 16 Jahren haben Sie den Schritt gewagt, aus ihrer italienischen Heimat ins Ausland zu gehen, um Eishockey zu spielen. Rückblickend betrachtet - wie schwer fiel Ihnen diese Entscheidung und würden Sie heute diesen Weg wieder einschlagen?
Alex Trivellato: "Ehrlich gesagt, es war überhaupt nicht schwer. Seit ich denken kann, hatte ich den Traum, Eishockeyprofi zu werden - und dafür wollte ich alles tun! Meine Eltern haben meine Passion immer unterstützt und versucht, mir meinen Weg so gut wie möglich zu ebnen. Rückblickend würde ich diesen Schritt auf jeden Fall wieder gehen, um mich weiterzuentwickeln. Ob dann wieder Deutschland oder ein ganz anderes Land meine Wahl würde, weiß ich nicht. Das hängt ja insbesondere davon ab, welche Angebote man als Spieler bekommt."

Sie leben jetzt schon lange in Deutschland, wie sehr vermissen Sie da "Bella Italia" und was ist hier vollkommen anders als zu Hause?
Trivellato: "Natürlich vermisst man sein Zuhause, besonders das Essen! Aber ich habe mich an Deutschland gewöhnt und fühle mich hier auch sehr wohl. Mittlerweile habe ich viele enge Freundschaften geschlossen, die ich auch sehr gerne pflege, sofern es die knappe Zeit neben dem Eishockey zulässt.Am meisten vermisse ich die Berge - in meiner Heimat gibt es so viele davon. Hier leider nicht."

Seit Sommer 2015 besitzen Sie auch die deutsche Staatsangehörigkeit, hat sich dadurch etwas verändert?
Trivellato: "Nein, ehrlich gesagt, hat sich dadurch nichts für mich geändert. Weil ich schon so lange hier lebe, in Deutschland auch zur Schule gegangen bin, war es einfach naheliegend. Positiv war es natürlich für den Eishockeysport, weil ich dadurch als Spieler nicht mehr in das Ausländerkontingent falle. Als aktiver Spieler hat man eine noch ganz andere Denkweise. Bei der letzten WM in Köln und Paris hatte ich mit der Italienischen Nationalmannschaft die Ehre, gegen die großen Nationen anzutreten. Aber ehrlich, man muss zugestehen, dass in vielen anderen Teams mehr Qualität steckt, sodass es für uns einfach ein tolles Gefühl war, dort zu spielen. Einige Spieler kennen bisher nur die Italienischen Ligen, da ist so eine WM ein echtes Highlight. Viel interessanter wird es für uns aber, wenn es wieder darum geht, aufzusteigen. Bei nur sechs Mannschaften im Wettkampf ist jeder Punkt wichtig und es bleibt von Anfang bis Ende spannend. Der Aufstieg ist dann das Ziel und der Lohn der harten Arbeit!"

Kommen wir zum "privaten" Alex Trivellato:
Gibt es neben dem Eishockey noch eine weitere Leidenschaft?

Trivellato: "Auf jeden Fall Tischtennis und natürlich darf der Fußball nicht fehlen."

Welche Musikrichtung bevorzugst du bzw. hast du eine Lieblingsband?
Trivellato: "Das ist ganz unterschiedlich - und variiert. Momentan finde ich Macklemore mit dem Track "Glorious" richtig gut. Wenn ich gute Laune brauche - mache ich das Lied an!"

Was wäre das Verrückteste, was Sie in ihrem Leben gerne noch machen würden?
Trivellato: "Verrückt? Hm, vielleicht ein Fallschirmsprung? Mein Onkel hat letztens einen gemacht und total begeistert davon erzählt Aber vielleicht habe ich davor auch zu viel Angst."

Und hier noch der Schnelldurchlauf:

Currywurst oder Filet Mignon?
Trivellato: "Filet Mignon."
Strandurlaub oder Bergwanderung?
Trivellato: "Bergwanderung."
Movies: Action oder Komödie?
Trivellato: "Action."
Frühaufsteher oder Langschläfer?
Trivellato: "Puh, normalerweise bin ich bekennender Langschläfer, aber durch meinen Alltag bin ich mittlerweile zwangsweise zum Frühaufsteher mutiert."


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