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Artikel vom Dienstag, 25. April 2017

Dritter Anlauf der Löwen von Erfolg gekrönt

5:2 für Frankfurt: Gläßl, Laub, Gawlik, Liesegang und Brett Breitkreuz schießen Frankfurt zur Meisterschaft in der DEL2

Löwen-Kapitän Patrick Jarrett stemmt den Meister-Pokal.
Foto: Storch

Die Löwen Frankfurt haben es gepackt: Im dritten Anlauf sicherten sich die Hessen die Meisterschaft in der DEL2 2017. Mit 5:2 gewann das Team von Trainer Paul Gardner am Dienstagabend Spiel 6 der Finalserie gegen die Bietigheim Steelers. Maximilian Gläßl, Lukas Laub, Christoph Gawlik, Brett Breitkreuz und Nils Liesegang erzielten die Treffer beim Heimsieg der Löwen vor offiziell 6.990 Zuschauern. Die feierten nach der Partie zusammen mit den Spielern ausgelassen den Titel. Und Löwen-Torhüter Brett Jaeger wurde von DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch für seine herausragenden Playoffs zum MVP der Endrunde geehrt.

Und so verlief das letzte Match der DEL2-Saison 2016/17: Die Steelers waren in der Lage, den Schwung aus den letzten beiden gewonnenen Partien mitzunehmen und hatten so in einem sehr ausgeglichenen Anfangsdrittel die klareren Chancen. Doch spätestens beim starken Löwen-Goalie Brett Jaeger war jedes Mal Endstation für die Angriffe der Gäste. So stand es nach 20 gespielten Minuten weiter 0:0 und die Spannung der 7.000 Zuschauer nahm immer mehr zu.

Die Führung der Löwen im zweiten Abschnitt fiel dann aus dem Nichts. Nils Liesegang hatte die Scheibe tief hinter das Bietigheimer Tor gespielt und Youngster Lukas Laub hatte mit seiner läuferischen Klasse ein Icing verhindert, sich die Scheibe geholt, die Übersicht behalten und den mitaufgerückten Maximilian Gläßl bedient. Der junge Verteidiger blieb vor Gäste-Torhüter Martinovic eiskalt und schoss den Puck über den Innenpfosten in die Maschen. Das 1:0 (28.) ließ die Eishalle am Ratsweg erbeben.

Und es kam noch besser für die Hausherren: Während Löwen-Stürmer Clarke Breitkreuz von einem Bietigheimer Verteidiger auf dem Eis im Torraum festgenagelt wurde und so für Verwirrung vor dem Steelers-Gehäuse sorgte, bediente Liesegang seinen Kollegen Laub, der die Scheibe ins halbleere Tor jagte. Hauptschiedsrichter Ralph Bidoul bemühte noch den Videobeweis und entschied dann zurecht auf Tor, da Breitkreuz keine Chance hatte, den Torraum zu verlassen und zudem Martinovic nicht direkt behinderte. Das 2:0 für die Hessen in der 31. Spielminute brachte das Stadion endgültig zum Kochen, die Meisterschaft schien für Frankfurt zum Greifen nahe.

Doch mit unnötigen Strafzeiten brachten die Gastgeber Bietigheim wieder zurück ins Spiel. Shawn Weller brachte den Puck so mithilfe von Löwen-Verteidiger Pawel Dronia zum 1:2-Anschlusstreffer für die Steelers über die Linie (35.). Mit der knappen 2:1-Führung für Frankfurt ging es dann in die zweite Drittelpause.

Für ein tiefes Durchatmen auf den gut gefüllten Rängen sorgte dann Christoph Gawlik. Der ehemalige DEL-Stürmer traf mit seinem Versuch in der 44. Minute zunächst den Pfosten, doch die Scheibe sprang direkt zurück auf seinen Schläger und diesmal verwertete der Löwen-Angreifer die Gelegenheit. Das 3:1 nahm den Steelers sichtlich die Luft aus den Segeln und es kam noch besser für die Mainhessen. Brett Breitkreuz tankte sich in der 52. Minute durch und drückte seinen eigenen Abpraller zum 4:1 über die Linie.

Der Powerplay-Treffer von Nils Liesegang zum 5:1 in der 57. Minute ließ die Party auf den Rängen endgültig beginnen. Der zweite Treffer der Steelers in der 59. Minute von Weller war nur mehr Ergebniskosmetik. Für die Bietigheim Steelers bleibt wie schon in der Vorsaison nur die Vizemeisterschaftm, nachdem man fast die komplette Hauptrunde vom Platz an der Sonne grüßte. Doch in der Finalserie fehlte letztendlich trotz des Comebacks in den Spielen 4 und 5 die Frische, zumal einige wichtige Akteure wie Frederik Cabana, David Wrigley und Marcus Sommerfeld verletzungsbedingt ausfielen.

Sebastian Groß

DAS SPIEL IM STENOGRAMM:Löwen Frankfurt - Bietigheim Steelers
5:2 (0:0, 2:1, 3:1)
Tore:
1:0 (28.) Gläßl, 2:0 (31.) Laub, 2:1 (35.) Kelly, 3:1 (44.) Gawlik, 4:1 (52.) B. Breitkreuz, 5:1 (57.) Liesegang, 5:2 (59.) Weller; Strafminuten: Löwen Frankfurt: 4, Bietigheim Steelers: 8; Zuschauer: 6.990

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