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Artikel vom Samstag, 11. November 2017

DEB-Auswahl offensiv nicht zwingend genug

0:3 gegen die Slowakei: Deutsches Nationalteam verliert auch sein zweites Spiel beim Deutschland Cup

Flügelstürmer Leo Pföderl (links) und die deutsche Nationalmannschaft verloren am Samstag beim Deutschland Cup gegen die Slowakei.
Foto: City-Press

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel beim Deutschland Cup in Augsburg verloren: Nach der Auftaktklatsche gegen Russland am Freitagabend unterlag das Team von Bundestrainer Marco Sturm der Slowakei am Samstag mit 0:3 (0:1, 0:0, 0:2). Der Turniersieg ist für die DEB-Auswahl damit schon jetzt nicht mehr möglich, während die Slowaken nach zwei Dreiern aus den ersten beiden Turnierspielen realistische Chancen auf die Titelverteidigung haben.

Die läuferisch guten Slowaken erwischten vor offiziell 6.139 Zuschauern im gut gefüllten Curt-Frenzel-Stadion den etwas stärkeren Start und gingen mit ihrer ersten größeren Torchance sofort in Führung: Etwas mehr als vier Minuten waren gespielt, als Martin Bakos im ersten Powerplay der Partie nach einem Querpass von Marcel Hascak zunächst am deutschen Goalie Timo Pielmeier scheiterte, dann jedoch seinen eigenen Rebound zum 1:0 verwertete.

Ab etwa der Mitte des ersten Drittels fand die um schnelles Offensivspiel bemühte deutsche Mannschaft, bei der die am Freitag noch aussetzenden Daryl Boyle, Bernhard Ebner, Yasin Ehliz, Patrick Hager und Leo Pföderl für Justin Krueger, Yannic Seidenberg, Brooks Macek, Frank Mauer sowie Daniel Pietta ins Lineup gerutscht waren, dann zwar etwas besser in die Partie und kam zu ersten guten Abschlussgelegenheiten, doch gleichzeitig blieben auch die durchaus zahlreichen Ungenauigkeiten im Spiel der DEB-Auswahl auffällig. Dass die speziell in Kontersituationen immer wieder gefährlichen Slowaken nach dem ersten Abschnitt mit 1:0 führte, war auch deshalb nicht unverdient.

Im zweiten Drittel kontrollierte die deutsche Mannschaft die Begegnung zusehends und hatte optisch deutliche Vorteile, während sich die Slowaken nun nur noch selten in die Offensive wagten. Der große Haken dabei aus deutscher Perspektive: Hundertprozentige Torchancen für das DEB-Team blieben auch in den zweiten 20 Minuten Mangelware, was indes auch daran lag, dass die vom ehemaligen NHL-Coach Craig Ramsay trainierten Slowaken speziell nach eigenen Scheibenverlusten enorm diszipliniert nach hinten arbeiteten. Nichtdestotrotz wäre die deutschen Mannschaft kurz vor dem Ende des Drittels beinahe doch der Ausgleichstreffer gelungen: Angreifer Marcel Müller von den Krefeld Pinguinen scheiterte in Überzahl jedoch am Pfosten des slowakischen Tores (37.), und so hatte die slowakische 1:0-Führung auch nach 40 Minuten Bestand.

Und im dritten Drittel suchten die Slowaken dann auch selbst wieder häufiger den Weg in die Offensive. Matus Sukel scheiterte bei seiner Großchance noch an Pielmeier (43.), doch fünf Minuten später schlug der Weltmeister von 2002 erneut im Powerplay zu: Eine Direktabnahe von Milos Bubela konnte Pielmeier zwar parieren, doch den Nachschuss verwertete Hascak zum 2:0 für die Slowakei.

Die deutsche Mannschaft steckte nach dem zweiten Gegentreffer indes nicht auf und kam speziell in den letzten sieben, acht Spielminuten noch zu der einen oder anderen guten Torgelegenheit. Ein Treffer sollte der DEB-Auswahl gegen die defensiv weiterhin überzeugenden Slowaken um den starken Goalie Patrik Rybar an diesem Tag allerdings nicht mehr gelingen. Stattdessen erhöhte die Slowakei 24 Sekunden vor der Schlusssirene sogar noch auf 3:0: Verteidiger Peter Ceresnak traf durchaus sehenswert aus der eigenen Zone in das leere deutsche Tor.

Stefan Wasmer



DAS SPIEL IM STENOGRAMM:

Deutschland - Slowakei
0:3 (0:1, 0:0, 0:2)
Aufstellung Deutschland:
Ti. Pielmeier - J. Müller, Mo. Müller; B. Krupp, Ebner;
Abeltshauser, Akdag; Zerressen, Dar. Boyle - Y. Ehliz, Hager, Pföderl; M. Kammerer,
Kahun, T. Holzmann; M. Plachta, Ma. Müller, Raedeke; Loibl, M. Kink, A. Eder;
Tor: 0:1 (4:06) Bakos (Hascak, Bubela - PP1), 0:2 (47:15) Hascak (Bubela - PP1), 0:3 (59:36) Ceresnak (EN); Strafminuten: Deutschland 10, Slowakei 10; Zuschauer: 6.139.


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