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Artikel vom Samstag, 11. November 2017

Beim Deutschland Cup weiter sieglos

Nach 0:3 gegen Slowakei: Fehlende Tore und noch genügend freie Plätze für das Olympiaturnier

Foto: Marga

"Ein Tor". Das war die kurze Antwort von Bundestrainer Marco Sturm auf die Frage, was denn beim Spiel gegen die Slowakei am Samstag (0:3) gefehlt habe. 23-mal schoss seine Mannschaft auf das Tor, konnte aber Patrik Rybar nicht überwinden. "Jeder im Stadion hat aber gesehen, dass die Jungs wollten. Sie haben die Anwort gegeben, die verlangt wurde. Ich bin stolz darauf, wie sie gekämpft haben." Beim 2:8 am Freitag gegen Russland hatte sich der Bundestrainer noch "enttäuscht" gezeigt.

Herausragene Torchancen waren gegen die Slowakei Mangelware, die beste hatte gegen Ende des zweiten Drittels der Krefelder Marcel Müller, dessen Schuss in Überzahl an den Pfosten ging. "Wenn der reingeht, sieht es vielleicht etwas anders aus", sagte Sturm. "Die Slowaken haben auch einige Schüsse geblockt, sind hinten sehr gut gestanden", sagte Matthias Plachta. Ziel sei es gewesen, viele Scheiben zum Tor zu bringen. "Vor diesem Hintergrund sind 23 Schüsse vielleicht etwas wenig, aber das relativiert sich wieder, weil die Slowaken wirklich viel gebockt haben." Auffallend: Bei einigen Kontern oder Fehlern der Slowaken schaffte es die deutsche Mannschaft nicht, einen schnellen Tempogegenstoß einzuleiten oder eine gute Chance herauszuarbeiten. Zu schnell waren die Gegner wieder in Position. Rybar war ein sicherer Rückhalt.

Vor dem Spiel war in Videomeetings das 2:8 vom Vortag gegen die starken Russen noch einmal analysiert worden. "Ich denke schon, dass das Spiel gegen die Russen am Anfang noch in den Köpfen war", sagte Sturm. "Aber dann haben wir durchgeschnauft und ab der zehnten Minute haben wir eine richtig gute deutsche Mannschaft gesehen."

Sturm lobte Goalie Timo Pielmeier, der vor allem im ersten Drittel starke Saves gezeigt hatte. "Er hat solide und gut gespielt." Am Sonntag gegen die USA (16.45 Uhr/live bei SPORT1) wird Danny aus den Birken zum Einsatz kommen, die Schwere von Dennis Endras' Verletzung ist derweil noch nicht bekannt. Eine Untersuchung steht noch aus. Über die weitere Aufstellung wolle Sturm am Sonntagmorgen entscheiden, da auch einige Spieler angeschlagen seien. "Wir müssen schauen, dass wir das eine oder andere Tor schießen können." Plachta ergänzt: "Wir müssen wieder taktisch gut spielen, unser System spielen und versuchen hinten die Null zu halten."

Es ist dann das letzte Spiel, in dem Sturm Spieler für den Kader für die Olympischen Spiele in Pyeongchang testen kann. Mitte Januar muss er den Kader benennen, Anfang Februar wird es auch in Deutschland noch einmal ein kurzes Trainingslager geben. Dann sind auch die zuletzt geschonten Spieler wieder mit dabei. Darüber hinaus stellt er klar: "Es gibt genügend Plätze, die noch frei sind."

Michael Bauer

Bilder vom Spiel gegen die Slowakei (6 Einträge)

      

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