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Artikel vom Sonntag, 5. November 2017

13. Spieltag Oberliga Nord

Leipzig zieht mit Tilburg gleich, Braunlage überrascht Herne, Halle erneut ohne Treffer

Torwart Sebastian Albrecht stand bei der Hannover Indians-Auswärtspartie bei den Saale Bulls besonders im Blickpunkt, am Ende gelang ihm an alter Wirkungsstätte ein Shutout.
Foto: Röhrig

Vier Shutouts, drei Verlängerungen, zwei Tabellenführer, eine torlose Partie nach sechzig Minuten. Der 13.Spieltag der Oberliga Nord zeigte sich von seiner kuriosen Seite, bot nahezu alles auf, was man sich als Eishockeyfreund nur wünschen kann. Die einzelnen Partien in der Übersicht:

Spannender als gedacht verlief die Partie der Tilburg Trappers gegen die Crocodiles Hamburg. Einem 1:1-Startdrittel folgten torlose 20 Minuten im Mittelabschnitt, bevor es in den letzten 20 Spielminuten spannend werden sollte. Den Führungstreffer (47.) der Hanseaten egaliserten die Niederländer durch Bastings (51.), um direkt danach (53.) erneut ins Hintertreffen zu geraten. In der 56. Minute gelang Parker Bowles der erneute Ausgleich gegen die Hamburger, die in der 58. Minute per Penalty die Entscheidung hätten herbeiführen können. Davon unbeeindruckt setzten die Trappers in der anschließenden Verlängerung mit dem ersten Angriff durch van Orschot den Schlusspunkt zum 4:3-Overtimesieg des amtierenden Meisters.

Nach zuletzt zwei Siegen in drei Partien mussten sich die Preussen vom ECC Berlin mit 0:3 den Hannover Scorpions geschlagen geben. Bereits früh (4.) in der Partie verloren die Hauptstädter mit einer Spieldauerstrafe Angreifer Marvin Tepper, der bis dato in den letzten Spielen mehr als zu überzeugen wusste. Hannover nutzte die fünf Powerplay-Minuten effizient aus, ging durch zwei Tore (4., 6.) schnell mit 2:0 in Führung. Der ECC hatte nichts entgegenzusetzen, kassierte in der 29. Minute sogar in eigener Überzahl denn dritten Gegentreffer, der gleichzeitig das Endergebniss bedeutete.

Spiel-Stenogramme (7 Einträge)

      


Eine faustdicke Überraschung gab es am Wurmberg. Die gastgebenden EC Harzer Falken zwangen mit den Herner EV in die Verlängerung und sicherten sich dort sogar den Zusatzpunkt. Zwar drehte der HEV einen 0:1-Rückstand (30.) innerhalb von sechs Minuten in eine 2:1-Führung, doch direkt der erste Angriff der Braunlager im Schlussdrittel war erfolgreich und es hieß 2:2. Die erneute Führung Hernes durch Marsall (49.) glich Schmidt noch vor Abpfiff aus, in der Overtime stand schließlich Hendrikx (63.) goldrichtig.

Hochspannend und packend ging es in Halle zu. In einer rasanten Partie zwischen den Saale Bulls und den Hannover Indians standen über sechzig Minuten beide Goalies besonders im Blickpunkt, die alle Angriffe entschärfen konnten. Erst in der Verlängerung gelang es Routinier Morczinietz in der 61. Minute, die Hartgummischeibe erfolgreich in die Maschen zu jagen und sorgte somit für den ersten Shutout der Saison für den Torwart der Indianer Sebastian Albrecht. Ausgerechnet bei dessen ehemaligen Verein aus Halle, welcher an diesem Wochenende komplett ohne eigenen Treffer das Eis verließ.

Ebenfalls "zu Null" endete die Partie in Essen, wo sich der gastgebende ESC Wohnbau Moskitos mühelos mit 6:0 gegen den EHC Timmendorfer Strand durchsetzen konnte. Mit jeweils zwei Treffern verteilten die Stechmücken ihre Treffer schön auf alle Drittel verteilt und blieben an diesem Wochenende ohne Gegentor.

Die Füchse Duisburg haben sich aus ihrer "Mini-Krise" befreit. Mit einem 6:3-Erfolg bei den TecArt Black Dragons Erfurt machte sich der EVD auf die Heimreise aus Thüringen, wo man durch Tore von Joly (2), Slanina, Barta, Schmitz und Grözinger auch die zweite Partie dieses Wochenendes gewann und dadurch in der Tabelle wieder nach oben klettern konnte.

Nur die Tordifferenz trennt die EXA IceFighters Leipzig noch von der alleinigen Tabellenführung. Die Sachsen erledigten mit dem 4:0 bei den Rostocker Piranhas souverän ihre Hausaufgaben und zogen dadurch mit 33 Punkten mit den Tilburg Trappers gleich. Nur die um +3 bessere Torbilanz der Niederländer verhinderte den Sprung auf den ersten Tabellenplatz. Torschützen für die Messestädter waren Farrell, Komnik, Paavilainen und Berger.


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