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Donnerstag, 22. April 2021

DEL2-Playoff-Viertelfinale am Donnerstag Aus 0:4 wird 6:4: Kassel dreht irres Match gegen Heilbronn, Bad Tölz gewinnt Spiel eins gegen Ravensburg souverän mit 6:3

Den ersten Sieg in der Serie gegen Ravensburg eingefahren haben die Tölzer Löwen am Donnerstagabend. Foto: Oliver Rabuser

Die DEL2-Playoffs haben im Viertelfinale ihr erstes kleines Wunder. Dass die Kassel Huskies die Heilbronner Falken im eigenen Stadion mit 6:4 besiegt haben, klingt auf den ersten Blick wenig verwunderlich. Die Schlittenhunde hatten die Hauptrunde immer klar dominiert und die Tabelle letztlich mit 20 Punkten Vorsprung angeführt. Heilbronn ging zudem deutlich dezimiert in die Partie - agierte etwa mit nur einem Goalie auf dem Spielberichtsbogen, dazu mit vier Verteidigern und zehn Stürmern. Aber sie erwischten den perfekten Start mit ihrem 1:0 nach sechs Sekunden. Die Schlittenhunde wirkten überrumpelt, es wollte speziell in der ersten Phase des Matches nichts zusammenlaufen. Heilbronn wartete geduldig auf seine Chancen und führte zum ersten Pausentee mit 3:0. Kassel vermochte mit der ungewohnten (Druck-)Situation nicht umzugehen, auch im zweiten Drittel lief kaum etwas zusammen bei den Hausherren, sodass sich Heilbronn spätestens nach dem 4:0 in perfekter Ausgangslage sah. Auch der Schlussabschnitt begann so, dass alles nach einer echten Sensation roch. Die gab es dann auch...

Denn als Eric Valentin nach 49 Minuten den ersten Kasseler Treffer des Abends schoss, schien bei den Falken irgendetwas kaputt gegangen zu sein. Nur 20 Sekunden später legte Oliver Granz das 2:4 nach, weitere 29 Sekunden später jubelte Marco Müller über sein 3:4. Die Nerven auf Falken-Seite lagen blank, auch eine Auszeit konnte das 4:4 weitere zwei Spielminuten später nicht verhindern. Das Momentum vollends auf seiner Seite habend schossen die Huskies folgerichtig noch zwei weitere Tore und dürften Heilbronn mit der Wende von 0:4 auf 6:4 gehörig Selbstvertrauen gestohlen haben.

Ohne solch spektakulären Verlauf blieb die zweite DEL2-Partie des Abends. Hier setzte sich mit Bad Tölz der Favorit durch. Zwar gelang Ravensburg das erste Tor des Abends durch Driendl, die Bad Tölzer aber antworteten wenige Sekunden später mit dem Ausgleich. Den Grundstein für den Sieg legte die Mannschaft von Kevin Gaudet zu Beginn des Mittelabschnitts. Sie erzielte drei Tore binnen drei Minuten und fande auch auf den danach folgenden Anschlusstreffer die richtige Antwort. Beim Stand von 5:2 ging es ins finale Drittel, doch anders als in Kassel war der Drops in der Wee-Arena wirklich gelutscht. Dass James Bettauer für die Towerstars nach 48 Minuten auf 3:5 verkürzte, ließ das Pendel nicht in eine andere Richtung ausschlagen, stattdessen legte Thomas Merl 41 Sekunden vor dem Ende auf 6:3 ins leere Tor nach - ein verdienter Sieg für die Löwen.

Die Spiele im Stenogramm (2 Einträge)

 

Am Freitag stehen die beiden weiteren DEL2-Viertelfinals an: Dann treffen sowohl Bietigheim und Frankfurt aufeinander wie auch Freiburg und Kaufbeuren.

Manuel Weis


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Notizen

  • vor 22 Stunden
  • Der fünfte Platz für eine sogenannte Challenger League in der Saison 2025/25 der Champions Hockey League (CHL) geht an die britische EIHL. Daneben erhalten die Meister aus Dänemark, Frankreich, Norwegen und Polen je einen Startplatz in der kommenden CHL-Saison.
  • gestern
  • Der 48-jährige Deutsch-Kanadier Dominic Auger wird neuer Co-Trainer bei den KSW IceFighters Leipzig. Auger war als Verteidiger von 2001 bis 2018 in den drei höchsten deutschen Spielklassen und anschließend noch unterklassig aktiv, zuletzt in der Saison 2024/25 für die SCC Adler Berlin.
  • vor 3 Tagen
  • Martin Mairitsch, Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft der Lindau Islanders, wechselt als Cheftrainer zum Schweizer Drittligisten Pikes Oberthurgau.
  • vor 6 Tagen
  • Tobias Möller hat seinen Vertrag bei den EC Hannover Indians (Oberliga Nord) verlängert. Möller geht damit in seine fünfte Saison im Trikot des ECH. Er kommt insgesamt auf 221 Spiele im Trikot der Indians. Dabei erzielte erzielte er 17 Tore und konnte 83 Treffer vorbereiten.
  • vor 10 Tagen
  • Auch Lukas Reichel traf: Beim 7:4 seiner Chicago Blackhawks gegen die Philadelphia Flyers erzielte er sein siebtes Saisontor. Er schoss einem Flyers-Verteidiger nach zuvor schönem Move an den Skate. Die Blackhawks haben keine Chance mehr auf die Endrunde.
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