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Dienstag, 24. August 2021

Wirtschaftlich nicht möglch Augsburg bestreitet Test gegen Bietigheim ohne Fans und sieht Standort wegen ungleicher Voraussetzungen gefährdet

So wie hier Ende April wird auch am Freitag das Curt-Frenzel-Stadion leer bleiben. Die Augsburger Panther gaben bekannt, dass unter den aktuellen Regelungen ein wirtschaftlicher Betrieb beim Test gegen Bietigheim nicht möglich sei.

Foto: imago images/Beautiful Sports

Die Pressemitteilung ist lang, das Ergebnis kurz, die Folgen nicht absehbar: Die Augsburger Panther werden am Freitag zu ihrem Testspiel gegen die Bietigheim Steelers keine Zuschauer zulassen. Das teilte der Club am Montagabend mit. Der Betrieb sei wirtschaftlich nicht möglich. Stattdessen werde es einen kostenlosen Livestream geben. Der Club sieht bei den derzeit herrschenden Voraussetzungen seine Zukunft gefährdet.

Aufgrund der Beibehaltung von Mindestabständen und dem pauschalen Verbot von Stehplätzen in Bayern sei es nicht möglich, ins 6.179 Zuschauer fassende Curt-Frenzel-Stadion allen Dauerkartenbesitzern Einlass zu gewähren bzw. jedem Fan seinen angestammten Platz zuzuweisen. „Dass das Unterschreiten einer 7-Tage-Inzidenz von 35 bei stetig steigenden Impfquoten im Herbst 2021 keine Voraussetzung mehr sein wird, kann für eine Sportart wie Eishockey dabei nur ein erster Schritt sein.“

Allein für die Unterbringung der Dauerkarteninhaber sowie VIP- und Logenkunden sei eine 50-prozentige Kapazität nötig. „Dies erfordert aber auch in Bayern den Wegfall des Mindestabstandes sowie eine Zulassung von Stehplätzen. Tagestickets könnten ohnehin erst ab einer nutzbaren Kapazität von über 3.000 Zuschauern angeboten werden – wie es die MPK-Beschlüsse mit einer Obergrenze von 5.000 Plätzen eigentlich auch vorsehen würden.“

Die Panther sehen sich als bayerischer Club daher im Vergleich zu denen aus anderen Bundesländern benachteiligt, wo man den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz auch auf Landesebene in sehr großen Teilen folgt: „So wird Bietigheim in einer ausverkauften Halle spielen, Krefeld und Schwenningen vor bis zu 5.000 Zuschauern oder Iserlohn vor ausverkauften Sitzplätzen und wenigstens zu 50 Prozent vollen Stehrängen. Dies teils ohne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes am eigenen Platz und mit Ausschank von alkoholischen Getränken. Selbst die großen Arenen wie Köln, Mannheim, Düsseldorf können wieder zu 50 Prozent gefüllt sein.“

Die Panther gehen sogar noch weiter: „Wir sehen den Eishockeystandort Augsburg unter diesen ungleichen Voraussetzungen – die sich für uns rational nicht mehr greifen lassen – akut gefährdet. Die völlig unterschiedliche Handhabung in den verschiedenen Bundesländern führt nun zu einer eklatanten Wettbewerbsverzerrung und ist ein Affront gegenüber dem bayerischen Hallensport.“

Gleichzeitig rief der Club seine Fans dazu auf, das Impfangebot wahrzunehmen: „Aus medizinischer Sicht bleibt die Impfung gegen COVID-19 der einzig sichere Weg zurück in ein normales Leben.“ Clubintern liege man derzeit bei einer Impfquote von nahezu 90 Prozent.


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Notizen

  • gestern
  • Martin Mairitsch, Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft der Lindau Islanders, wechselt als Cheftrainer zum Schweizer Drittligisten Pikes Oberthurgau.
  • vor 4 Tagen
  • Tobias Möller hat seinen Vertrag bei den EC Hannover Indians (Oberliga Nord) verlängert. Möller geht damit in seine fünfte Saison im Trikot des ECH. Er kommt insgesamt auf 221 Spiele im Trikot der Indians. Dabei erzielte erzielte er 17 Tore und konnte 83 Treffer vorbereiten.
  • vor 8 Tagen
  • Auch Lukas Reichel traf: Beim 7:4 seiner Chicago Blackhawks gegen die Philadelphia Flyers erzielte er sein siebtes Saisontor. Er schoss einem Flyers-Verteidiger nach zuvor schönem Move an den Skate. Die Blackhawks haben keine Chance mehr auf die Endrunde.
  • vor 8 Tagen
  • JJ Peterka und die Buffalo Sabres verdarben den Winnipeg Jets am Sonntag den sicheren Playoff-Einzug. Peterka erzielte beim 5:3 sein 23. Saisontor. Die Jets brauchen noch einen Punkt zum sicheren Einzug in die Endrunde. Washington ist als einziges Team bislang qualifiziert.
  • vor 9 Tagen
  • Stürmer Mees De Wit verlässt die Füchse Duisburg mit bislang unbekanntem Ziel. Der Deutsch-Niederländer verbuchte in der Saison 2024/25 in 20 Oberliga-Nord-Einsätzen eine Torvorlage, ehe zum Jahreswechsel eine Verletzung seine Saison frühzeitig beendete.
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