Meister-Party: Die Erding Gladiators besiegten den EHC Königsbrunn in sieben Spielen und sind neuer Bayernliga-Champion.
Foto: Christian Riedel
Schöner, spannender und spektakulärer kann ein Finale nicht sein. Nach sieben, teils dramatischen Spielen, haben sich am Sonntagabend die Erding Gladiators mit einem 3:2 nach Verlängerung den Meistertitel in der Bayernliga gesichert und sind damit sportlicher Aufsteiger in die Oberliga. Bereits vor der ersten Partie waren sich alle Beteiligten einig, dass die beiden besten Teams den Meistertitel unter sich ausmachen werden. Und Erdings Trainer Thomas Daffner betonte: „In einer Best-of-seven-Serie gewinnt immer der Bessere.“
Es ging schon spektakulär los. Zweimal lagen die Gladiators in Spiel eins zurück, zweimal glichen sie aus und gewannen durch einen Shorthander von Marco Deubler 3:2. Und Erding legte nach mit einem 4:2-Erfolg in Königsbrunn, den Cheyne Matheson mit einem Empty-Net-Tor klar machte. Der Titelverteidiger hoffte auf die Rückkehr von Marco Sternheimer, der in den ersten beiden Begegnungen aus beruflichen Gründen fehlte. In Spiel drei war er wieder dabei, und wie vom EHC erhofft, setzte der „Sternheimer-Effekt“ ein. Zusammen mit Tim Bullnheimer und Toms Prokopovics spielte er die Gladiators-Abwehr phasenweise schwindlig.
Spiel drei, in Erding, ging mit 5:1 an die Königsbrunner, die nach 34 Minuten schon 5:0 vorne lagen. Und auch das vierte Aufeinandertreffen entschied der EHC mit 5:1 für sich. Überragend in dieser Partie war Tim Bullnheimer dem ein Hattrick gelang. Das Momentum endgültig auf ihre Seite zogen die Königsbrunner mit dem Erfolg im fünften Spiel. 1:0 führte Erding bis zur 46. Minute, ehe Bullnheimer der Ausgleich gelang. Nach torloser Verlängerung entschied Prokopovics mit seinem verwandelten Penalty die Partie. Eigentlich war damit alles gerichtet für die große Meisterparty am Freitag in Königsbrunn. Doch die Gladiators kamen zurück mit einem dramatischen 5:3-Erfolg, der letztlich durch das Empty-Net-Goal von Max Forster besiegelt wurde.
So fiel also die Entscheidung erst am Sonntag. Die Gladiators lagen 1:0 vorne, 1:2 hinten und schafften das 2:2 durch Cheyne Matheson, der in der Verlängerung mit seinem Siegtor zum Helden des Abends wurde. Fazit von Gladiators-Coach Thomas Daffner: „Diese Serie müsste man eigentlich verfilmen.“
Wolfgang Krzizok