Die Ingolstädter Jubeltraube war häufig zu sehen am Mittwochabend. Gleich sieben Tore gelangen dem Hauptrundenmeister vor heimischem Publikum.
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Am Mittwochabend starteten in Ingolstadt der heimische ERC und die Kölner Haie in die zweite Halbinfalserie der PENNY-DEL-Playoffs. Der Hauptrundenmeister traf dabei gleich siebenmal und setzte ein echtes Ausrufezeichen im Kampf ums Finale.
Mit großer Euphorie kamen die Gäste aus Köln am Dienstagabend zum ersten Spiel der Halbfinalserie gegen den ERC Ingolstadt, die gewonnene Viertelfinalserie gegen Bremerhaven im Rücken. Doch es dauerte nicht lange, bis die Hausherren den Haien den ersten Dämpfer verpassten. Nach vier Minuten traf ERC-Stürmer Wayne Simpsons zum 1:0. Nur 25 Sekunden später musste Julius Hudacek erneut hinter sich greifen, Daniel Schmölz erhöhte für die Schanzer. Ingolstadt spielte in den ersten 20 Minuten frei auf – vor allem, weil die Gäste dies zuließen. Die Haie fanden keinen Zugriff, waren in den meisten Aktionen einen Schritt zu spät. So ließen auch die nächsten Treffer für die Ingolstädter nicht lange auf sich warten: Daniel Pietta und Wojciech Stachowiak erhöhten noch vor der ersten Pause auf 4:0.
Zu Beginn des zweiten Drittels schickte KEC-Coach Kari Jalonen dann Tobias Ancicka im Wechsel für den glücklosen Hudacek aufs Eis. Doch auch der zweite Torhüter der Haie musste schnell die Scheibe aus seinem Kasten holen: Verteidiger Alex Breton stellte einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis und erhöhte auf 5:0. Im weiteren Verlauf kamen die Haie zwar besser in die Partie, fanden jedoch nie den zwingenden Zug zum Tor. Die Ingolstädter überzeugten weiterhin durch ein ruhiges und fokussiertes Auftreten und sorgten so in jeder Formation stets für Gefahr.
Nach einer Strafe gegen die Haie kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts startete der ERC in Überzahl ins letzte Drittel. Auch vom starken Powerplay der Schanzer blieben die Kölner an diesem Abend nicht verschont: Austen Keating machte das halbe Dutzend voll. Ingolstadt spielte weiterhin souverän, verwaltete die Führung kontrolliert. Kurz vor Ende der Partie war es Riley Sheen, welcher ein weiteres Überzahlspiel der Hausherren nutzte und mit seinem Treffer zum 7:0 den Schlusspunkt eines Torfestivals der Heimmanschaft setzte. ERC-Goalie Christian Heljanko sammelte das zweite Shutout in einer Woche und dem ERC Ingolstadt gelang ein Halbfinal-Auftakt nach Maß. Für die Haie gilt es nun im zweiten Spiel am Freitag in der heimischen Lanxess-Arena eine Antwort zu finden.
Hanna Füller