Carina Strobel gelangen zwei Tore für die DEB-Frauen.
Foto: City-Press
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel der WM-Vorbereitung gewonnen. 3:2 nach Verlängerung hieß es am Bundesstützpunkt in Füssen gegen die Schweiz. Dabei avancierten zwei Verteidigerinnen zu den Matchwinnerinnen.
Carina Strobel hatte vor der Partie am Donnerstagnachmittag in 168 Länderspielen erst fünfmal getroffen. Gegen die Schweiz traf die Verteidigerin von DFEL-Meister ECDC Memmingen zweimal zur Führung. Zuerst gelang ihr dies in der 3. Spielminute. Die Gäste glichen die zweikampffreudige Partie im Mittelabschnitt aus. Die Deutschen hatten sich erst noch einer Druckwelle erwehrt, ehe die Schweiz die Scheibe wieder zügig ins Angriffsdrittel spielte und durch eine eingelenkte schöne Marti-Hereingabe von links zum 1:1 durch Sinja Leemann traf. Im Schlussdrittel fand ein Fernschuss Strobels den Weg vorbei an der Fanghand der Schweizer Keeperin Saskia Maurer zum 2:1 - etwaig war die Scheibe noch leicht abgefälscht. Offiziell aber: Strobels zweiter Streich. Doch die Schweizerinnen glichen, nach einem starken Solo Leemanns, durch Alina Marti noch mal aus. Nach guten Chancen auf beiden Seiten in der Schlussphase und zu Beginn der Verlängerung entschied Ronja Hark, ebenfalls eine Verteidigerin, die Partie.
Beiden Mannschaften ging in diesem Testspiel noch das ein oder andere Aushängeschild ab - Deutschland etwa Torhüterin Sandra Abstreiter, im Schweizer Aufgebot fehlte noch Ausnahmestürmerin Alina Müller. Im Sturm des DEB rückte Mathilda Heine (16, ETC Crimmitschau) in der vierten Reihe hinzu, es war ihr A-Länderspieldebüt. Insgesamt war jedoch ein Großteil der designierten WM-Aufgebote vertreten - gerade offensiv zeigte die DEB-Auswahl gegen nicht immer sattelfeste Schweizerinnen, dass sie mehr als nur mithalten kann. Am kommenden Mittwoch beginnt das Turnier in Budweis, mit der Schweiz in Gruppe A und Deutschland in Gruppe B. Die DEB-Frauen testen am Sonntag, 15 Uhr, vor Ort noch gegen Japan.
Martin Wimösterer