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Donnerstag, 29. Juni 2023

Kleine Überraschung und großer Fauxpas NHL-Draft: Bedard vor Carlsson und Fantilli, Price vergisst Reinbachers Nachnamen, Philadelphia zieht Russen Michkov

Der Österreicher David Reinbacher streift das Trikot der Montreal Canadiens über.

Foto: imago images/USA Today Network/Christopher Hanewinckel

Die Überraschung blieb erst erwartungsgemäß aus, kam aber dann schon an Nummer zwei: Denn hinter Connor Bedard (Regina Pats), der von den Chicago Blackhawks beim NHL Entry Draft an Position eins gezogen wurde, wählten die Anaheim Ducks den Schweden Leo Carlsson (Örebro HK). Erst dann folgte Adam Fantilli, den die Columbus Blue Jackets nahmen. Der Stürmer der University of Michigan war eigentlich bei den meisten Experten als Nummer-zwei-Pick eingeschätzt worden.

Schon an Position fünf wurde das österreichische Verteidigertalent David Reinbacher gezogen, der beim EHC Kloten in der Schweiz spielt. Allerdings leisteten sich die Montreal Canadiens dabei eine Peinlichkeit. Ex-Spitzengoalie Carey Price, der wohl seine Karriere verletzungsbedingt beenden muss, vergaß bei der Nennung Reinbachers Nachnamen und erhielt dann Unterstützung von General Manager Kent Hughes, nachdem er sich hilfesuchend umgeblickt hatte. Price entschuldigte sich später über Twitter:„Junge war das peinlich. Sorry, David Reinbacher“, schrieb er.

Reinbacher wurde damit übrigens genauso hoch gezogen, wie 2003 Thomas Vanek. Marco Kasper wurde 2022 an Position 8 von den Detroit Red Wings ausgewählt, Marco Rossi 2020 an Position 9 von den Minnesota Wild. Reinbacher ist der insgesamt fünfte österreichische Erstrundenpick. Auch Michael Grabner war 2006 in Runde eins gezogen worden – auf Rang 14 von den Vancouver Canucks.

Montreal war wie Washington auch mit dem russischen Talent Matvei Michkov in Verbindung gebracht worden. Den zogen dann allerdings die Philadelphia Flyers an Position 7 und damit genau vor den Capitals. Michkov war vor zwei Jahren noch mit Bedard auf einer Stufe gesehen worden, doch durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine war das Scouting zuletzt schwierig geworden.

Auch dass sein Vater vor wenigen Wochen auf ungeklärte Weise ums Leben kam, wurde als Ablenkung gesehen. Kanadische Medien hatten berichtet, dass der 51-jährige Michkov senior seinen Sohn nach Nordamerika bringen wollte. Der Junior hat allerdings noch Vertrag bei SKA St. Petersburg bis 2026. Flyers-Manager Daniel Briere sagte, Michkovs Vertragssituation schrecke sie nicht ab. Er hoffe, so schnell wie möglich rüberzukommen, sagte Michkov, verwies aber auf seinen Kontrakt in der KHL.

In Runde eins wurden erwartungsgemäß keine deutschen Spieler gezogen. Arno Tiefensee, Linus Brandl, Kevin Bicker (alle Mannheim), Norwin Panocha, Bennet Roßmy (beide Berlin) oder Julius Sumpf (Red Bull Hockey Juniors) können sich am zweiten Tag Hoffnungen machen, gezogen zu werden.

Michael Bauer


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Notizen

  • vor 2 Tagen
  • Tobias Möller hat seinen Vertrag bei den EC Hannover Indians (Oberliga Nord) verlängert. Möller geht damit in seine fünfte Saison im Trikot des ECH. Er kommt insgesamt auf 221 Spiele im Trikot der Indians. Dabei erzielte erzielte er 17 Tore und konnte 83 Treffer vorbereiten.
  • vor 6 Tagen
  • Auch Lukas Reichel traf: Beim 7:4 seiner Chicago Blackhawks gegen die Philadelphia Flyers erzielte er sein siebtes Saisontor. Er schoss einem Flyers-Verteidiger nach zuvor schönem Move an den Skate. Die Blackhawks haben keine Chance mehr auf die Endrunde.
  • vor 6 Tagen
  • JJ Peterka und die Buffalo Sabres verdarben den Winnipeg Jets am Sonntag den sicheren Playoff-Einzug. Peterka erzielte beim 5:3 sein 23. Saisontor. Die Jets brauchen noch einen Punkt zum sicheren Einzug in die Endrunde. Washington ist als einziges Team bislang qualifiziert.
  • vor 7 Tagen
  • Stürmer Mees De Wit verlässt die Füchse Duisburg mit bislang unbekanntem Ziel. Der Deutsch-Niederländer verbuchte in der Saison 2024/25 in 20 Oberliga-Nord-Einsätzen eine Torvorlage, ehe zum Jahreswechsel eine Verletzung seine Saison frühzeitig beendete.
  • vor 8 Tagen
  • Die Pittsburgh Penguins haben sich in der Nacht auf Samstag mit 6:2 (3:1, 2:1, 1:1) gegen die Columbus Blue Jackets durchgesetzt. Die Blue Jackets verpassen damit wichtige Punkte im Playoff-Rennen.
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