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Mittwoch, 21. Februar 2024

Vier Niederlagen in Serie und Platz 13 in der DEL2 EC Bad Nauheim beendet Zusammenarbeit mit Trainer Harry Lange, Rich Chernomaz soll die Roten Teufel zum Klassenerhalt führen

Harry Lange ist nicht mehr Trainer des EC Bad Nauheim.
Foto: Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim beendet nach vier Niederlagen in Serie und dem Absturz auf Platz 13 in der DEL2 die Zusammenarbeit mit Trainer Harry Lange. „Wir haben, wie immer, offen und ehrlich gesprochen. Wir sind der Meinung, dass wir jetzt reagieren müssen, um die Trendwende herbeizuführen“, sagt Geschäftsführer Andreas Ortwein. Die Mannschaft der Roten Teufel wurde am Mittwochabend über diese Entscheidung informiert. „Ich hoffe sehr, dass dieser Wechsel der Mannschaft einen Push gibt“, so Lange, der sich nach Angaben des Clubs noch persönlich vom Team verabschiedete.

Als Interimscoach wird Rich Chernomaz das Zepter übernehmen, der von den Bayreuth Tigers (Oberliga Süd) „ausgeliehen“ wird, einen Vertrag bis Saisonende erhält und danach wieder zu den Oberfranken zurückkehrt. Unterstützt wird der neue Chef an der Bande von Co-Trainer Adam Mitchell. Ortwein: „Wir haben uns bewusst für Rich entschieden. Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er mit solchen Situationen umgehen kann.“ Der 60-jährige Kanadier Chernomaz trainiert seit 2022 die Bayreuth Tigers. In der Vorsaison hatte „die Axt von Manitoba“ das abgeschlagene Zweitliga-Schlusslicht im November übernommen und zum sportlichen Klassenerhalt geführt, ehe der Club im Sommer die Lizenz nicht erhielt und somit doch noch aus der DEL2 ausschied. Zuvor coachte der ehemalige NHL-Profi unter anderem die Schwenninger Wild Wings, die Löwen Frankfurt, den ERC Ingolstadt, die Ravensburg Towerstars, die Nottingham Panthers und die ungarische Nationalmannschaft.

Chernomaz soll nun also auch Bad Nauheim zum Klassenerhalt führen – im Optimalfall über die Pre-Playoffs. Trotz der jüngsten Negativserie beträgt der Rückstand auf den Zehnten aus Rosenheim nur zwei Punkte. Chernomaz wird bereits am Donnerstag das Training in Bad Nauheim leiten und die Mannschaft auf das Duell mit den Starbulls am Freitag vorbereiten. Danach treffen die Roten Teufel mit Selb (Sonntag) und Dresden (Freitag, 1. März) auf zwei weitere direkte Konkurrenten.

Lange hatte sich als aufopferungsvoller Kämpfer schon als Spieler (2012 bis 2018) Kultstatus in Bad Nauheim erarbeitet. Anschließend stieg der Österreicher unter Christof Kreutzer als Co-Trainer ein, ehe er während der Saison 2020/21 den entlassenen Hannu Järvenpää als Head Coach beerbte. In seiner ersten vollen Saison als Cheftrainer hatte Lange die Mittelhessen ins DEL2-Halbfinale geführt, 2022/23 schafften es die Roten Teufel sogar bis ins Finale. Schon seit Anfang Dezember gilt es als offenes Geheimnis, dass der 40-Jährige zur kommenden Saison die Graz 99ers aus der multinationalen ICE Hockey League übernimmt. Diese Meldung wurde vom ECN allerdings nie bestätigt.


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Notizen

  • vor 19 Stunden
  • Der 48-jährige Deutsch-Kanadier Dominic Auger wird neuer Co-Trainer bei den KSW IceFighters Leipzig. Auger war als Verteidiger von 2001 bis 2018 in den drei höchsten deutschen Spielklassen und anschließend noch unterklassig aktiv, zuletzt in der Saison 2024/25 für die SCC Adler Berlin.
  • vor 2 Tagen
  • Martin Mairitsch, Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft der Lindau Islanders, wechselt als Cheftrainer zum Schweizer Drittligisten Pikes Oberthurgau.
  • vor 5 Tagen
  • Tobias Möller hat seinen Vertrag bei den EC Hannover Indians (Oberliga Nord) verlängert. Möller geht damit in seine fünfte Saison im Trikot des ECH. Er kommt insgesamt auf 221 Spiele im Trikot der Indians. Dabei erzielte erzielte er 17 Tore und konnte 83 Treffer vorbereiten.
  • vor 9 Tagen
  • Auch Lukas Reichel traf: Beim 7:4 seiner Chicago Blackhawks gegen die Philadelphia Flyers erzielte er sein siebtes Saisontor. Er schoss einem Flyers-Verteidiger nach zuvor schönem Move an den Skate. Die Blackhawks haben keine Chance mehr auf die Endrunde.
  • vor 9 Tagen
  • JJ Peterka und die Buffalo Sabres verdarben den Winnipeg Jets am Sonntag den sicheren Playoff-Einzug. Peterka erzielte beim 5:3 sein 23. Saisontor. Die Jets brauchen noch einen Punkt zum sicheren Einzug in die Endrunde. Washington ist als einziges Team bislang qualifiziert.
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