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Dienstag, 25. März 2025

Die Playoffs der PENNY DEL am Dienstag Hattrick-Held Ty Ronning schießt Berlin ins Halbfinale – Mannheim gewinnt Overtime-Krimi gegen München

Ty Ronning bejubelt seinen zweiten Treffer des Abends. Ihm gelang bereits der zweite Playoff-Hattrick seiner Karriere.
Foto: IMAGO/nordphoto

Der erste Halbfinalteilnehmer der PENNY DEL steht fest. Die Eisbären Berlin wurden vor heimischem Publikum ihrer Favoritenrolle gerecht, schlugen die Straubing Tigers mit 4:1 und entschieden damit auch die Serie für sich. Ty Ronning erwischte dabei einen absoluten Sahnetag und erzielte den zweiten Playoff-Hattrick seiner Karriere.

In Berlin ging es für die Eisbären darum, vor heimischem Publikum den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Die Mannschaft von Trainer Serge Aubin startete energisch in die Partie, übte von Anfang an Druck auf die Gäste aus Straubing aus. Doch auch den Tigers merkte man an, dass für sie einiges auf dem Spiel stand. Es entwickelte sich ein reger Schlagabtausch, ohne dass eine der beiden Mannschaften wirklich konsequent wurde. Die erste Überzahlsituation für die Eisbären brachte dann den ersten Treffer der Partie, der Top-Scorer der Hauptrunde, Ty Ronning, traf auf Zuspiel von Frederik Tiffels und punktete damit bereits im 19. Spiel in Folge. Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnittes verschlug es sowohl die Eisbären als auch die Tigers noch zweimal auf die Strafbank, jedoch konnten beide Mannschaften ihr Überzahlspiel nicht krönen.

Im zweiten Drittel zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Straubing agierte offensiv bemüht, biss sich allerdings am starken Jonas Stettmer im Kasten der Hauptstädter die Zähne aus. Im Gegenzug war auch bei vielen Angriffen der Berliner Tigers-Goalie Florian Bugl die Endstation. Doch Eisbären-Stürmer Gabriel Fontaine schaffte es zur Freude der heimischen Fans, Bugl in der 28. Minute zum 2:0 zu überwinden. Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels verteidigten die Hausherren ihre Führung und nahmen sie mit in die zweite Pause.

Im letzten Spielabschnitt warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne, kamen durch Verteidiger Mario Zimmermann zum wichtigen Anschlusstreffer. Doch nicht einmal eine Minute später war es wieder Ty Ronning, der den alten Abstand wiederherstellte. Straubing versuchte alles, nahm drei Minuten vor Ende der Partie Florian Bugl vom Eis. Doch es war einmal mehr an diesem Abend Ronning, der einen Pass der Tigers abfing und mit dem Treffer ins leere Gehäuse nicht nur seinen Hattrick, sondern auch den Berliner Sieg perfekt machte. Die Eisbären sind damit das erste Team, das das Ticket für das Halbfinale lösen konnte.

 

Die Spiele im Stenogramm (2 Einträge)

 

 

In Mannheim entwickelte sich ein Spiel, welches symbolisch für den bisherigen Verlauf der Serie stand. Beide Mannschaften agierten auf spielerisch hohem Niveau, schreckten aber auch nicht vor physischen Zweikämpfen zurück. Vor allem die beiden Torhüter konnten sich gleich mehrfach auszeichnen.

Bereits nach fünf Minuten gingen die Gäste aus München in Führung, Filip Varejcka fälschte einen Schuss von Maxi Daubner in den Kasten der Adler ab. Doch die Antwort der Hausherren ließ nicht allzu lange auf sich warten. John Gilmour nutzte das erste Überzahlspiel der Partie und überwand Münchens Torhüter Evan Fitzpatrick mit einem Schuss durch die Beine. Mit dem 1:1 ging es dann auch in die erste Pause.

Im zweiten Drittel machten beide Mannschaften da weiter, wo sie im ersten Spielabschnitt aufgehört hatten. Die Gäste aus München wirkten in dieser Phase zielstrebiger, die Adler hatten es vor allem einem herausragenden Arno Tiefensee zwischen den Pfosten zu verdanken, dass es beim 1:1 blieb. Doch nach einem schnell ausgespielten Konter war es Ex-Adler Nico Krämmer, welcher die erneute Führung für die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt wieder herstellte.

Zu Beginn des dritten Drittels bekamen die Adler in einer doppelten Überzahl die Chance auf den Ausgleich. Fast zwei Minuten lang verteidigten die Münchner aufopferungsvoll, doch kurz vor Ablauf der zweiten Strafzeit traf Matthias Plachta mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 2:2. Der Treffer beflügelte die Mannheimer, und so war es nur zwei Minuten später Kris Bennett, welcher das Spiel zugunsten der Adler drehte. Plachta konnte sich gleich doppelt über den Treffer freuen, durch seinen Assist stellte er den clubinternen Rekord für Vorlagen in den Playoffs ein (36). Doch München gab sich nicht auf und kam durch Adam Brooks zum erneuten Ausgleich.

Auch in der Verlängerung nahm keines der Teams den Fuß vom Gaspedal, Tiefensee sowie Fitzpatrick hielten dem Offensivdruck jedoch unbeeindruckt stand. Bis in die zweite Overtime konnte kein Sieger ermittelt werden. Doch nach 86 Spielminuten war es Plachta, der die Partie mit seinem zweiten Treffer des Abends entschied. Die Adler haben damit nun die Chance, am Freitag in München den Einzug ins Halbfinale klar zu machen.

In den Viertelfinalserien zwischen Bremerhaven und Köln (1:3) sowie Ingolstadt und Nürnberg (2:2) findet das jeweilige Spiel 5 erst am Mittwoch statt.

Hanna Füller


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Martin Mairitsch, Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft der Lindau Islanders, wechselt als Cheftrainer zum Schweizer Drittligisten Pikes Oberthurgau.
  • vor 2 Tagen
  • Tobias Möller hat seinen Vertrag bei den EC Hannover Indians (Oberliga Nord) verlängert. Möller geht damit in seine fünfte Saison im Trikot des ECH. Er kommt insgesamt auf 221 Spiele im Trikot der Indians. Dabei erzielte erzielte er 17 Tore und konnte 83 Treffer vorbereiten.
  • vor 7 Tagen
  • Auch Lukas Reichel traf: Beim 7:4 seiner Chicago Blackhawks gegen die Philadelphia Flyers erzielte er sein siebtes Saisontor. Er schoss einem Flyers-Verteidiger nach zuvor schönem Move an den Skate. Die Blackhawks haben keine Chance mehr auf die Endrunde.
  • vor 7 Tagen
  • JJ Peterka und die Buffalo Sabres verdarben den Winnipeg Jets am Sonntag den sicheren Playoff-Einzug. Peterka erzielte beim 5:3 sein 23. Saisontor. Die Jets brauchen noch einen Punkt zum sicheren Einzug in die Endrunde. Washington ist als einziges Team bislang qualifiziert.
  • vor 8 Tagen
  • Stürmer Mees De Wit verlässt die Füchse Duisburg mit bislang unbekanntem Ziel. Der Deutsch-Niederländer verbuchte in der Saison 2024/25 in 20 Oberliga-Nord-Einsätzen eine Torvorlage, ehe zum Jahreswechsel eine Verletzung seine Saison frühzeitig beendete.
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