Die Eisbären jubeln, während Adler-Keeper Arno Tiefensee (22) gerade das 0:2 kassiert hat. Berlin gewann Spiel 1 der DEL-Halbfinalserie letztlich mit 3:1.
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Die Eisbären Berlin haben das Playoff-Halbfinale der PENNY DEL mit einem Heimerfolg eröffnet. Der Titelverteidiger gewann Spiel 1 gegen die Adler Mannheim am Dienstagabend mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1). In einem umkämpften Duell zweier defensiv weitgehend kompakter und gut strukturierter Teams nutzten die Eisbären die wenigen Chancen konsequenter, während Mannheim über die gesamte Spielzeit kaum zu Hochkarätern kam. Die Adler haben damit saisonübergreifend neun Matches in Serie gegen die Hauptstädter verloren.
Nach einem von beiden Mannschaften abwartend geführten Auftaktdrittel nutzten die Eisbären die erste gute Gelegenheit im mittleren Abschnitt zum 1:0 durch Liam Kirk (22.) – Adler-Keeper Arno Tiefensee konnte kaum reagieren, weil offenbar sein Equipment verrutscht war. Es folgte die druckvollste Berliner Phase, in der Mannheim Glück hatte, nicht direkt das zweite Gegentor zu kassieren. Spätestens zur Mitte des zweiten Durchgangs sank die Zahl zwingender Offensivaktionen aber auch schon wieder, auch wenn die Partie nun deutlich mehr Spielfluss als im ersten Drittel hatte und zwischenzeitlich sogar mehr als 13 (!) Minuten lang nicht unterbrochen war.
Im Schlussabschnitt erhöhten die Eisbären nach einer konsequenten Puckeroberung im Forechecking und anschließender Kombination durch Ty Ronning auf 2:0 (45.), der Berliner Top-Angreifer punktete damit zum 20. Mal in Folge und kann in Spiel 2 am Freitag den DEL-Rekord von Peter Draisaitl einstellen. Nach Ronnings Treffer fanden die Adler kein Mittel, um die disziplinierten Eisbären dauerhaft in Bedrängnis zu bringen. Erst in der 57. Spielminute wurde Jake Hildebrand, der den verletzten Jonas Stettmer im Gehäuse des Meisters vertrat, durch eine abgefälschte Powerplay-Direktabnahme von Marc Michaelis erstmals bezwungen, doch nach dem 1:2 des Kapitäns kam Mannheim trotz gezogenem Goalie zu keiner klaren Ausgleichsmöglichkeit mehr. Stattdessen setzte Frederik Tiffels per Empty-Net-Goal 22 Sekunden vor dem Ende den 3:1-Schlusspunkt für die Eisbären.
„Wir haben über 60 Minuten ein solides Spiel gespielt und die Mannheimer gut vom Tor weggehalten", fasste Torschütze Tiffels die Begegnung bei MagentaSport treffend zusammen, während Mannheims Co-Trainer Marcel Goc mit Blick auf Spiel 2 am Freitag Verbesserungen in der neutralen Zone forderte: „Da müssen wir bessere Entscheidungen treffen, mit und ohne Scheibe."
Die zweite Halbfinalserie zwischen Hauptrundensieger ERC Ingolstadt und den Kölner Haien beginnt am Mittwochabend (19.30 Uhr; live bei MagentaSport) in Ingolstadt.