Memmingen um Jule Schiefer (links) könnte den dritten DFEL-Titel in Folge holen. Drei Siege gegen Budapest sind bis dahin noch einzufahren.
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Auftakt ins Finale der Frauen-Eishockeybundesliga blossom-ic DFEL: Die ECDC Memmingen Indians treffen ab Sonntag in ihrer Mission „Titelverteidigung“ auf den HK Budapest. Stürmerin Jule Schiefer prognostiziert: „Budapest ist extrem gut. Ich glaube, es wird ein enges Finale.“
Gespielt wird im Modus best-of-five – drei Siege sind also für den Titelgewinn nötig. Die Serie beginnt mit zwei Spielen in Budapest (Sonntag, 19.15 Uhr, und Montag, 13.30 Uhr). Am Memminger Hühnerberg wird am 22. März um 18 Uhr gespielt, falls nötig auch noch am 23. März (13 Uhr) und am 25. März um 19 Uhr. Der bezahlpflichtige Dienst Red+ streamt alle Spiele live. Statistiken sind auf DEB-Live abrufbar.
Ist es ein Vor- oder Nachteil für Memmingen, zuerst in der ungarischen Hauptstadt anzutreten? Schiefer führt die ungewohnte, da etwas kleinere Eisfläche in Budapest an – allerdings sei der Heimvorteil aufgrund des fanatischen Allgäuer Publikums bei den Spielen am Hühnerberg ausgeprägter. „Ich hoffe, in Memmingen wird es richtig voll“, sagt Schiefer. Sie sieht es darum als Vorteil an, sicher zuhause zu spielen, wenn eine Entscheidung um den Pokal fallen kann.
Die Stürmerin ist eine von vielen Nationalspielerinnen im Indians-Kader, sie schlugen mit dem DEB die ungarische Auswahl in dieser Saison mehrmals. Die Bilanz zwischen Memmingen und Budapest ist in dieser Saison mit jeweils zwei Siegen ausgeglichen.
Memmingen gegen Budapest, das heißt auch: Titelverteidiger gegen Liganeuling. Der ECDC um Kapitänin Daria Gleißner hat zuletzt zwei Jahre in Folge die Meisterschaft geholt. Budapest kam nach äußerst erfolgreichen Jahren in der austro-internationalen EWHL im Herbst frisch in die Liga. Ein Neuling aus dem Ausland als Finalgegner, sagt Schiefer, „ist ein bisschen anders, aber für uns cool“. Im Vorjahr setzte sich Memmingen letztlich klar gegen den ERC Ingolstadt durch. Nun sei ein starker Gegner hinzugekommen. Darum: ein enges Finale.
Martin Wimösterer