Connor McDavid konnte verletzungsbedingt das letzte Drittel in der Partie der Edmonton Oilers gegen die Winnipeg Jets nicht mehr bestreiten.
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Das kommt nicht alle Tage vor: Die Edmonton Oilers mussten am Donnerstag ihre Partie gegen die Winnipeg Jets (3:4 n.V.) ohne ihre beiden Superstars beenden. Während Leon Draisaitl aufgrund einer nicht bekannten Verletzung aus dem Spiel gegen Utah (7:1) am Dienstag erst gar nicht auflaufen konnte, verletzte sich Connor McDavid im zweiten Drittel und konnte danach nicht mehr weitermachen.
Trainer Kris Knoblauch hatte vor dem Spiel gesagt, man wolle in der Endphase der Saison vorsichtig sein. „Wir wollen einen zu 100 Prozent fitten Leon Draisaitl.“ Zwar sei man der Meinung, Draisaitl könne so angeschlagen wie er ist spielen, „wir wollen aber nicht, dass es sich zu etwas Langfristigem entwickelt.“ Nun werde von Tag zu Tag entschieden. Das nächste Spiel der Oilers ist schon am Samstag gegen Seattle.
McDavids Verletzung ereignete sich in der Endphase des zweiten Drittels bei einem Laufduell mit Winnipegs Verteidiger Josh Morrissey. Videobilder lassen erahnen, dass McDavid von Morrisseys Schläger am Unterbauch oder tiefer getroffen wurde. Sein letzter Wechsel im Spiel dauerte nur 18 Sekunden. McDavid sprach auf der Bank mit den Betreuern und kehrte danach nicht mehr zurück. Knoblauch sagte nach dem Spiel, dass es noch keine Diagnose gebe.
Auch Goalie Stuart Skinner wurde gegen Ende des Spiels ausgewechselt – nach einer leichten Kollision im Torraum, nachdem Troy Stecher Gabriel Vilardi in seine Richtung gecheckt hatte. Der für Gehinerschütterungen zuständige „concussion spotter“ habe die Entscheidung getroffen, sagte Knoblauch nach dem Spiel. „Ich hätte ihn nicht ausgewechselt.“
Die Jets erreichten durch den 4:3-Sieg nach Overtime genauso wie die Washington Capitals als erste Mannschaften in dieser Saison die Marke von 100 Punkten. Während die Capitals, bei denen Alexander Ovechkin beim 3:2 gegen Philadelphia Tor Nummer 888 seiner Karriere erzielte (noch sieben bis zu Wayne Gretzkys Rekord), sich damit als erstes Team sicher für die Endrunde qualifiziert haben, stehen die Jets kurz davor.
In ihren Bemühungen um einen Playoff-Platz in der Eastern Conference mussten die Ottawa Senators um Tim Stützle einen Rückschlag hinnehmen. Das 1:5 gegen Colorado war die zweite Niederlage in Serie (nach zuvor sechs Siegen), die Senators sind mit 77 Punkten auf dem ersten Wild-Card-Rang aber noch relativ gefestigt. Die New York Islanders (72) und die Montreal Canadiens (74, zweiter Wild-Card-Rang) rückten dadurch wieder näher heran. Die Islanders gewannen das Duell mit Montreal mit 4:3 nach Verlängerung. Auch die Columbus Blue Jackets (71) holten beim 0:1 nach Overtime gegen Florida einen Punkt.
Die Ergebnisse vom Donnerstag:
Ottawa - Colorado 1:5 (0:4, 0:1, 1:0)
New Jersey - Calgary 3:5 (1:0, 2:1, 0:4)
N. Y. Rangers - Toronto 3:4 (1:2, 1:2, 1:0)
Washington - Philadelphia 3:2 (1:0, 2:0, 0:2)
Columbus - Florida 0:1 n.V. (0:0, 0:0, 0:0, 0:1)
N. Y. Islanders - Montreal 4:3 n.V. (1:1, 1:0, 1:2, 1:0)
St. Louis - Vancouver 4:3 n.V. (0:0, 1:0, 2:3, 1:0)
Nashville - Anaheim 1:4 (1:0, 0:3, 0:1)
Dallas - Tampa Bay 2:3 n.P. (0:1, 2:1, 0:0, 0:0, 0:1)
Chicago - Los Angeles 1:3 (0:2, 1:0, 0:1)
Edmonton - Winnipeg 3:4 n.V. (1:1, 1:1, 1:1, 0:1)
Utah - Buffalo 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)
Las Vegas - Boston 5:1 (0:0, 2:0, 3:1)
San Jose - Carolina 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)