Viele Treffer bejubelte Thomas Greilinger im Trikot des Deggendorfer SC, nun ist für den DEL-Spieler des Jahres 2010 Schluss.
Foto: Rappel
Nach dem Aus im Playoff-Viertelfinale gegen die Hannover Scorpions hat der Deggendorfer SC am Mittwochnachmittag das Karriereende von drei langjährigen DEL-Profis vermeldet. Wie der Süd-Oberligist mitteilte, werden Thomas Greilinger, Benedikt Schopper und Thomas Pielmeier ihre Schlittschuhe an den Nagel hängen. Zumindest Schopper werde dem Club jedoch in anderer Funktion erhalten bleiben, zuletzt trainierte der 40-Jährige bereits den U11-Nachwuchs des DSC.
Mit Greilinger beendet der siebtbeste Scorer der DEL-Historie (643 Punkte in 834 Partien) seine glanzvolle Laufbahn. Seine erfolgreichste Zeit erlebte der Stürmer von 2008 bis 2019 beim ERC Ingolstadt. Mit den Oberbayern gewann Greilinger 2014 die deutsche Meisterschaft, zuvor hatte er bereits im Jahr 2000 als Youngster mit den München Barons den Titel geholt. Während seines Engagements in Ingolstadt wurde Greilinger darüber hinaus in der Saison 2009/10 zum Spieler des Jahres im deutschen Eishockey-Oberhaus gewählt. 2019 kehrte der Rechtsschütze in seine Heimatstadt Deggendorf zurück und gehörte dort nicht nur regelmäßig zu den Top-Scorern, sondern fungierte ab der Saison 2020/21 bis Dezember 2024 auch als spielender Sportlicher Leiter. Nachdem ihm im Januar 2025 noch seine 500. Torbeteiligung im DSC-Trikot gelang, beendet Greilinger nun seine aktive Karriere, nachdem er in den Playoffs bereits von einer Verletzung ausgebremst worden war.
Schopper wechselte im Sommer 2022 nach Deggendorf und beendete seine letzte Saison als Aktiver zuletzt mit 24 Scorer-Punkten (drei Tore, 21 Assists) – mehr waren es für den Linksschützen als Profi nie. Der Defensivverteidiger hatte vor seinem Transfer zum DSC fast 800 Matches in der DEL für die Hannover Scorpions, Krefeld, Wolfsburg, Ingolstadt sowie Straubing bestritten, mit den Schanzern wurde auch Schopper 2014 deutscher Meister. Spät in seiner Laufbahn gelang dem Linksschützen darüber hinaus noch einmal der Sprung ins Nationalteam, 2019 bestritt Schopper mit 34 Jahren seine einzige A-Weltmeisterschaft.
Auf mehr als 400 Einsätze in der DEL für Mannheim, Nürnberg, die Eisbären Berlin, Hamburg, Augsburg, Schwenningen sowie Ingolstadt kam Allrounder Thomas Pielmeier, in der Zweiten Liga fungierte der Angreifer unter anderem als Kapitän der Dresdner Eislöwen. 2021 zog es Pielmeier zurück in seine Geburtsstadt, wo er seitdem mit seinem Bruder Timo zusammenspielte und zuletzt mit vier Treffern noch einmal zum geteilten Playoff-Toptorschützen Deggendorfs avancierte. Ein neues Vertragsangebot erhielt Pielmeier nun dennoch nicht mehr, einen Wechsel strebt der 37-Jährige nach Clubangaben nicht mehr an.